Falscher Polizist betrügt Rentnerin um 7000 Euro

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 Falscher Polizist ergaunert sich 7000 Euro.
Falscher Polizist ergaunert sich 7000 Euro. (Foto: Silas Stein, dpa)
Lindauer Zeitung

Ein „falscher Polizeibeamter“ hat am Dienstagabend, 7. Januar, eine betagte Lindauerin angerufen. Er täuschte vor, für die Lindauer Polizei in einem Betrugsfall zu ermitteln und bat die Dame um Mithilfe bei der Aufklärung des Falls.

In mehreren Telefonaten habe er die Frau dazu überredet, ihre Kreditkarte als Lockmittel zur Verfügung zu stellen. Die Frau gab dem Ansinnen nach und stimmte dem Besuch eines zweiten angeblichen Polizeibeamten zu. Dem Polizeibericht ist zu entnehmen, dass sie diesem in den späten Abendstunden ihre Kredit- und Debitkarte samt PIN aushändigte.

Kurz darauf seien in kurzer Folge mehrere Belastungen auf dem Konto der Frau erfolgt, schreibt die Polizei weiter. Insgesamt seien so rund 7000 Euro vom Konto der Geschädigten verschwunden. Etwa zeitgleich ging im Dienstbereich der Polizeiinspektion Lindenberg ebenfalls eine Meldung einer rüstigen Seniorin ein, welche einen Anruf von „falschen Polizeibeamten“ erhalten hatte.

Jener Dame sei mitgeteilt worden, dass angeblich Einbrecher in der Nachbarschaft unterwegs seien. Da die Rentnerin den Betrugsversuch allerdings gleich erkannte, legte sie den Hörer auf, ohne dass es zu einem weiteren Schaden kam.

Die Polizei empfiehlt:

Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung.

Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis.

Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Wichtig: Lassen Sie den Besucher währenddessen vor der abgesperrten Tür warten.

Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.

Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.

Bitte sprechen Sie auch mit Verwandten, Bekannten und Ihren Nachbarn über das Phänomen! Durch die schnelle Anzeigenerstattung der Lindauer Seniorin bei der Polizei konnte etwa die Hälfte des Betrages noch vor der endgültigen Überweisung zurückgehalten werden.

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