Falsche Papiere, Haftbefehl und Drogenfahrt

Bei Grenzkontrollen wird die Polizei fündig.
Bei Grenzkontrollen wird die Polizei fündig. (Foto: Symbol: Matthias Balk/dpa)
Lindauer Zeitung

Quer durch die klassischen Deliktsbereiche der Fahndung reichten bei der Grenzpolizei Lindau am Wochenende die erzielten Erfolge, heißt es in einer Meldung der Polizei. Durch intensivierte Überprüfungen im Grenzbereich und auf den Durchgangsstraßen wurden die Fahnder bei den typischen Kontrolldelikten mehrfach fündig.

Zunächst überprüften die Fahnder am Freitag bei einem Kleintransporters auf der Autobahn die vorgelegten Ausweispapiere. Sowohl der rumänische Führerschein als auch der Personalausweis, der den Inhaber als rumänischen Staatsangehörigen legitimieren sollte, stellten sich als sogenannte Totalfälschungen heraus. Nach anfänglichem Leugnen gab der Fahrer des Lieferwagens schließlich zu, dass die Papiere nicht echt sind. Er selbst stamme aus Moldawien und habe sich die Dokumente eines EU-Staates besorgt, damit er sich visumsfrei hier aufhalten könne. Der Mann musste eine Sicherheitsleistung hinterlegen. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung, illegalen Aufenthalts und Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein. Ermittlungen wegen unerlaubter Arbeitsaufnahme sind zudem die Folge.

Wenige Stunden später überprüften die Beamten einen polnischen Lkw-Fahrer bei der Einreise aus Österreich. Sie stellten dabei fest, dass der 61-Jährige bereits seit zwei Jahren mit einem Haftbefehl des Amtsgerichtes Görlitz in Sachsen gesucht wurde. Aufgrund einer Urkundenfälschung wurde er zu einer Freiheitsstrafe von 30 Tagen oder zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 970 Euro verurteilt. Da der Mann das Geld nicht sofort einzahlen konnte, musste er eine Nacht in der Haftzelle verbringen, bevor er nach Hinterlegung der Summe am nächsten Tag von den Beamten entlassen wurde, erklärt die Polizei in dem Bericht.

Am Samstag stellten die Zivilfahnder bei der Überprüfung eines 35-jährigen Autofahrers drogentypische Ausfallerscheinungen fest. Ein durchgeführter Drogentest bestätigte sowohl den Konsum von Cannabis als auch von Amphetamin. Die Beamten ordneten eine Blutentnahme an und unterbanden die Weiterfahrt für die nächsten 24 Stunden. Den Fahrzeugschlüssel darf der Fahrer erst mit einem negativen Drogentest bei der Polizei abholen.

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