Experten beraten über gemeinsames Netzwerk

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 Haben sich über die vier Modellprojekte für Senioren im Landkreis ausgetauscht Patrizia Schmitz, Christoph Brinz und Andrea Sch
Haben sich über die vier Modellprojekte für Senioren im Landkreis ausgetauscht Patrizia Schmitz, Christoph Brinz und Andrea Scheibe vom Seniorenheim Hege, Bürgermeister Markus Eugler aus Grünenbach, Tobias Walch vom Landratsamt, Elke Golimbek und Sabine Schönherr von der Pflegeinsel Lindau, Irmgard Wehle-Woll und Lucia Giray von der Sozialstation Westallgäu (von links) (Foto: Landratsamt Lindau)
Lindauer Zeitung

Seit Januar 2020 fördert der Landkreis vier Modellstandorte beim Aufbau einer Nachbarschaftskoordination zur Unterstützung von Senioren und pflegenden Angehörigen. Die Mittel hierfür kommen aus einem Pflegepaket, dass der Kreistag im vergangenen Jahr verabschiedet hat. Nun haben sich im Rahmen eines ersten gemeinsames Workshops die Vertreter aller Modellstandorte und des Landratsamtes ausgetauscht, wie alle vor Ort relevanten Akteure rund um die Versorgung und Pflege älterer Menschen in einem Netzwerk eingebunden werden können. Außerdem wurde diskutiert, wie die aufsuchende und aktivierende Arbeit für ältere Menschen durch zielgerichtete Beratungsangebote angegangen werden kann.

Mit den Fördermitteln des Landkreises haben die Pflegeinsel Lindau für die Stadtteile Insel, Aeschach, Hoyren, Schönau und Schachen sowie das Seniorenheim Hege für die Gemeinden Nonnenhorn, Wasserburg und Bodolz jeweils eine halbe zusätzliche Personalstelle für die Koordinations- und Beratungsarbeit vor Ort geschaffen. Im Westallgäu betreut die Sozialstation Westallgäu das Stadtgebiet von Lindenberg. Mit der Verwaltungsgemeinschaft Argental laufen noch Gespräche über die konkrete Ausgestaltung des vierten Modellstandorts.

„Mit den vom Kreistag zur Verfügung gestellten Finanzmittel können wir in den nächsten beiden Jahren die Modellstandorte dabei begleiten, die Seniorenpolitik vor Ort und damit das Lebensumfeld der älteren Menschen aktiv besser zu gestalten“, so der Leiter des Sozialbereichs im Landratsamt Tobias Walch. „Mit guter Beratung für ältere Menschen, gelingender Prävention und einer verlässlichen Einbindung des persönlichen Umfelds unterstützen wir, dass ältere Menschen möglichst lange in ihrem gewohnten Lebensumfeld bleiben können. Das erhält viel an Lebensqualität.“

Der Landkreis reagiert damit auf die demographische Entwicklung auch im Landkreis Lindau und die steigenden Bedarfe in den Bereichen Versorgung und Pflege älterer Menschen, heißt es in der Pressemitteilung. Für die vier Modellstandorte stehen über zwei Jahre verteilt insgesamt 200 000 Euro zur Verfügung. Der Landkreis begleitet die Modellstandorte fachlich und vernetzt diese auch mit ähnlichen Projekten in anderen Regionen in Schwaben, heißt es weiter. Daneben hat der Landkreis im Rahmen des Pflegepakets die Förderung der beiden Fachstellen für pflegende Angehörige in Lindau und Lindenberg auf jeweils 20 000 Euro pro Jahr aufgestockt und die Förderung des Kurzzeitpflegeangebots im Landkreis auf jährlich 280 000 Euro ausgeweitet.

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