EV Lindau hat das Heimrecht im Blick

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Müssen bis zum abschließenden Wochenende um eine gute Ausgangslage für die Play-offs kämpfen: die beiden Verteidiger Sebastian
Müssen bis zum abschließenden Wochenende um eine gute Ausgangslage für die Play-offs kämpfen: die beiden Verteidiger Sebastian Koberger (links, dunkles Trikot) und Martin Wenter sowie EVL-Goalie David Zabolotny (72) von den Islanders. (Foto: Christian Flemming)
Schwäbische Zeitung
Sportredakteur

Auch wenn sich Rechenspiele eigentlich verbieten, lohnt aus Sicht der Fans der EV Lindaus Islanders ein Blick auf die derzeitige Tabellensituation in Gruppe A der Qualifikationsrunde zur Eishockey-Oberliga Süd. Für die Mannschaft von EVL-Coach Mike Muller ist vom Gruppensieg bis zu Rang vier noch alles möglich, die Entscheidung fällt kommendes Wochenende an den beiden abschließenden Spieltagen.

Die einzige Gewissheit für die Islanders vor den ausstehenden Partien am Freitag, 16. Februar, in Höchstadt und Sonntag, 18. Februar, zu Hause gegen den TEV Miesbach, der als erster Absteiger aus der Oberliga bereits feststeht, ist das Erreichen der Play-offs. Dies hatten die Lindauer nach ihrem 4:2-Sieg in Füssen und dem knappen 1:0 vor heimischer Kulisse gegen den TSV Peißenberg unter Dach und Fach gebracht.

Harmlos wirkende Überzahl

Gerade der Heimsieg gegen die „Eishackler“ offenbarte den Charakter, welchen die Gruppenspiele mehr und mehr annehmen. „Das hatte heute schon ein Gefühl von Play-off“, sagte Mike Muller, als er wenige Augenblicke nach dem glücklichen Overtime-Heimerfolg gegen Peißenberg seinen Spielern in die Kabine folgte. Der Lindauer Trainer sah ein Spiel von „zwei sehr starken Mannschaften“ auf Augenhöhe, der Gegner aus Oberbayern sei „“richtig gut gewesen“. Noch im Hinspiel unterlagen die Islanders, damals noch unter Headcoach Dustin Whitecotton, beim TSV mit 5:4 nach Verlängerung.

Auch am Sonntag konnte keiner der beiden Kontrahenten im Kampf um eine möglichst gute Play-off-Platzierung während der regulären Spielzeit den Deckel drauf machen. Erschreckend für die EVL-Fans waren vor allem die oftmals harmlos wirkenden Auftritte bei gegnerischen Strafzeiten. Insgesamt neunmal hatte der Gastgeber einen Mann mehr auf dem Eis und hatte im Schlussdrittel, aufgrund der aggressiven Spielweise des Peißenberger, zudem wiederholt doppelte Überzahl. Tore blieben hier jedoch Fehlanzeige, bis schließlich Tim Brunnhuber (Assist: Jeff Smith) den Lucky Punch setzte und den Islanders zwei sehr wichtige Punkte bescherte.

Der EV Lindau als aktueller Gruppenzweiter (15 Punkte) will seine Position beim abschließenden Spielwochenende der Gruppenphase verteidigen und wenn möglich sogar noch am Führenden aus Höchstadt vorbeiziehen. Hierfür wäre am Freitagabend ein Sieg der Islanders bei den Panzerechsen in Mittelfranken notwendig. Dicht auf den Fersen des EVL lauert der TSV Peißenberg als punktgleicher Tabellendritter, gefolgt vom Viertplatzierten ESC Geretsried (12), der ebenfalls noch Chancen auf die ersten beiden Gruppenplätze hat. Nur diese berechtigen zum Heimrecht für die anstehenden Play-offs, die ab dem 23. Februar im Modus „Best-of-seven“ ausgetragen werden.

Recht eng zu geht es auch in Gruppe B: Mit dem ECDC Memmingen (18 Punkte), HC Landsberg (16), EHC Waldkraiburg (14) und dem TSV Erding (12) können ebenfalls vier Mannschaften noch Gruppensieger oder -zweiter werden. Da die sich anschließenden Play-offs im Überkreuz-Modus beider Gruppen ausgetragen werden, dürfte der Viertelfinalgegner der Islanders erst nach dem Wochenende feststehen. Für Spannung pur bis zum Schluss der Gruppenphase ist somit gesorgt.

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