Essen, Tanzen und Gutes tun beim Lionsball in Lindau

Lesedauer: 6 Min
Isabel Kubeth de Placido

Mit einer wunderbaren Party, toller Musik, einer traumhaften Location und einem köstlichem Menü hat der Lions-Club mit seinen Gästen aus Nah und Fern ein wunderbares Frühlingsfest gefeiert. Und obendrein noch viel Gutes getan.

Zugegeben, das Wetter an diesem Abend hat alles andere als dem Wonnemonat, mit seiner sprichwörtlichen Sonne und Wärme entsprochen. Allerdings hatte der Lions Club Lindau zu seinem diesjährigen Ball auch nicht mehr wie in früheren Jahren, zum „Tanz in den Mai“, sondern zum „Frühlingsball“ eingeladen. Dabei sollte eigentlich nur noch die herrlich grüne Maibowle an die Tradition der vergangenen Bälle erinnern. Ließ doch das deutlich altersgemischtere Publikum den vielgerühmten Lions-Ball zu einer Lions-Party werden.

Dementsprechend war auch die Garderobe der Gäste. Die Damen trugen nicht mehr ausschließlich lange Festroben, sondern auch und nicht weniger festliche Cocktailkleider oder Hosen. Und bei den Herren waren zwar immer noch hauptsächlich die dunklen Anzüge mit dem weißen Hemd angesagt, doch oft genug ohne die obligatorische Krawatte.

Dem Genuss guten Essens kam eine nicht unwesentliche Rolle zuteil. In dem stylischen Ambiente der Eilguthalle nahmen die Gäste an weiß gedeckten Tafeln Platz und bekamen über den Großteil des Abends hinweg ein frühlingshaft, leichtes Vier-Gänge-Menü serviert, dessen Hauptgang, je nach Vorliebe, aus kross gebratenem Zander, zartem Milchkalb oder vegetarischen Steinpilzravioli bestand.

Kurz vor Mitternacht trat noch Karl Frierson mit seiner Band auf

Auch die Tanzbegeisterten kamen nicht zu kurz. Legte doch DJ „mad. dent.“, der Lion Andreas König, zwischen schaumigem Bärlauchsüppchen und fluffigem Buttermilchmousse Tanzmusik auf. Die Gäste tanzten Walzer ebenso wie Pop und Rock. Der absolute Höhepunkt des Abends erwartete die Gäste kurz vor Mitternacht: Als nämlich Soulsänger und Wahllindauer Karl Frierson mit seiner Band „Soulatte“ auftrat und den Gästen im Glaspavillon der Eilguthalle vor der einzigartigen Kulisse von Löwe und Leuchtturm so richtig einheizte.

Doch trotz Party, Spaß, Geselligkeit und Kulinarik – seinem Anspruch „we serve“, bleibt der Lionsclub treu. Denn die Veranstaltung, ob Ball oder Party, die der Serviceclub jedes Jahr wieder organisiert und auch Nichtmitglieder dazu einlädt, dient letztendlich nur einem Zweck: Der Generierung von Spenden, mit denen der Club als einer der ersten bayerischen Lions-Clubs, seit 1954 humanitäre, soziale, kulturelle und ökologische Projekte in Lindau, wie etwa das Unternehmen Chance, die Nachbarschaftshilfe oder das Haus Weizenkorn, unterstützt.

In diesem Jahr hatten sich die Lions und ihr Präsident Achim Mellinghoff das Ferienhaus „Hand-in-Hand“ ausgesucht. Aus der Überzeugung heraus, dass diese Einrichtung, von denen nur noch zwei weitere vergleichbare in Deutschland existieren, Menschen mit Behinderungen „mit bewundernswertem Einsatz, unbeschreiblich viel Idealismus und Nächstenliebe“, die Möglichkeit gibt, in dem Haus in Zeisertsweiler Urlaub zu machen. Und in dem Bewusstsein, wie Mellinghoff ebenfalls betonte, „nicht zu vergessen, was für ein unschätzbares Geschenk es ist, gesund zu sein“. Ein Appell, den Katharina Reinelt und Gabriele Heer mit ihrem Portrait über das Haus, die Arbeit und seine Gäste, sicher noch verstärkt haben. Denn während des Abends kamen immerhin weit über 2000 Euro Barspenden zusammen, von denen Mellinghoff überzeugt war, dass diese im Nachgang der Party durch Überweisungen noch deutlich erhöht werden würden.

Nachhaltig beeindruckt waren die Gäste auf jeden Fall von dem Engagement. Bedeutete der Auftritt bei den Lions für Reinelt sowohl „ein ideales Forum“ und eine „mords Ehre“, als auch die Anerkennung als lokale Einrichtung und persönliche Wertschätzung, so lag der Reiz der Lions-Party für die Gäste eben genau in der Kombination des Schönem mit dem Gutem. Während Konstantin Bodenmüller aus Isny mit Petra und Andreas Wahl aus Bregenz den festlichen und gleichzeitig familiären Rahmen, das altersgemischte Publikum, die Räumlichkeiten, das Essen, die gute Musik „und letztendlich das Motto eine kleine Spende für einen guten Zweck zu geben“, schätzten, fühlte sich Christiane Freitag aus Lindau sogar aufgerüttelt: „Die Vorstellung des Projekts hat mir gut gefallen und ich dachte mir: Mensch, da kann man sich wirklich engagieren.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen