Es war die Nacht der Nächte für Western-Fans

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Howdie! Am Samstag war es so weit: „Reutin-Aktiv“ hat zur vierten Country-Night am Buttlerhügel eingeladen und – da sind sich Veranstalter, Besucher und Musiker einig – es war die absolut best besuchteste, schönste und gelungenste Nacht der Cowboyhüte, die Lindau je gesehen hat.

Die Atmosphäre ist ein Traum. Um den Buttlerhügel herum ist eine kuschelige und stimmungsvolle Party im Gange. Die einen sitzen plaudernd an den Biertischen, bunte Lampions sorgen für schummriges Licht, die anderen schwingen munter das Tanzbein vor der Bühne – manche stilvoll mit Cowboystiefeln, Cowboyhut, Fransenhemden und Westernhosen. Von der Spießbraterei durftet es deftig herüber, und es ist warm genug, dass die Gäste durstig und die Bierzapfer gut beschäftigt sind.

Die Bühne ist wie immer der Musikpavillon. Und auf dem spielt, wie in den anderen Country-Nights von „Reutin-Aktiv“ auch, die oberschwäbische Kult-Country-Band „Knapp ein Jahr“. Dass diese angesagten Country-Musiker trotz übervollem Terminkalender nach Reutin gekommen sind, liege einzig und allein daran, dass sie inzwischen Lindau-Fans geworden sind, wie Amandus von Trauchburg von „Reutin Aktiv“ stolz verrät. Zwischen Fernsehauftritten und Tourneen haben sie sich extra diesen einen Termin freigehalten. Vier Stunden lang spielen sie die alten und neuen Country-Musik-Kracher und sorgen dafür, dass es auf der Tanzfläche niemals leer wird. Es ist nicht nur ihre Musik, die Laune macht. Auch die witzigen Ansagen zwischendurch sorgen für Stimmung, und die Bandmitglieder sind nett anzuschauen, wie beispielsweise der eindrucksvolle Fiddler Wolfgang – auch der „Teufelsgeiger“ genannt.

„Hier passt einfach alles zusammen“, schwärmt Jasmin Gmeiner aus Lindau. Sie ist mit Freunden und Töchterchen Ev aufs Fest gekommen. „Ich hab von meinem Friseur davon erfahren“, grinst sie augenzwinkernd. Ev darf später bei der Tombola – über 500 Preise werden verlost, und die Gewinnchancen stehen 50:50 – die Glücksfee spielen und die Gewinner der Hauptpreise ziehen.

Von den „Devil-Dancern“ – eine Linedancer-Formation, die „knapp ein Jahr“ gern und oft begleitet, können die Besucher noch was lernen: Immer wieder beginnen sie mit ihren Formationstänzen, und die anderen Gäste schließen sich an.

Punkt 23 Uhr hört die Band zu spielen auf. Nur noch leise Musik aus der Dose begleitet die letzen Tänzer. Gegen 24 Uhr herrscht bereits absolute Ruhe. „Da legen wir auch Wert drauf. Denn uns ist bewusst, dass wir in einem Wohngebiet Party machen. Wir haben noch nie eine Beschwerde bekommen. Alle Anwohner feiern mit – oder haben Verständnis. Und das wollen wir nicht ausnutzen; denn wir in Reutin, wir stehen zusammen“, so von Trauchburg. Und Henry Bauer, der Vorsitzende von „Reutin-Aktiv“, sagt: „Wir sind stolz auf unsere Country-Night. Sie kommt sehr gut an. Wie viele Besucher da sind, lässt sich nur schätzen – einige Hundert auf alle Fälle, der Platz ist jedenfalls rappelvoll, und die Leute sind keineswegs nur Reutiner: Da sind Fans aus Österreich, aus dem Allgäu und der ganzen Region angereist.“ Außerdem: „Der liebe Gott muss ein Reutiner sein“, grinst von Trauchburg. „Ja, ich weiß, den Spruch verwenden alle gern. Aber bei uns stimmt er“, behauptet er. „Wir haben bei der Country-Night noch immer Glück mit dem Wetter gehabt.“ Unterstützung also von höchster Seite für die Country-Night. Auch mit der Unterstützung, die sie von der Stadt erhalten haben, sind sie sehr zufrieden. „Wir arbeiten hervorragend mit dem Amt zusammen. Das muss auch mal gesagt werden.“

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