Erste Solarleuchte leuchtet über Klimostation

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 GTL-Chef Kai Kattau, Richard Hutter, Geschäftsführer F8 Solartechnik GmbH und Jaime Valdés, Mobilitätsplaner der Stadt (von lin
GTL-Chef Kai Kattau, Richard Hutter, Geschäftsführer F8 Solartechnik GmbH und Jaime Valdés, Mobilitätsplaner der Stadt (von links), haben Lindaus erste Solarleuchte in Betrieb genommen. (Foto: isa)
Isabel Kubeth de Placido

Lindau hat jetzt eine Solarleuchte. Fortan wird sie die Klimostation in der Wackerstraße beleuchten. Zusammen mit Richard Hutter, dem Geschäftsführer des österreichischen Solartechnik-Betriebes, haben Jaime Valdés , Mobilitätsplaner der Stadt, und GTL-Chef Kai Kattau die internetgesteuerte Lampe in Betrieb genommen.

Ein Klick hat genügt, und die Leuchte brannte. Fortan wird sie Radlern, die ihr Fahrrad an der Klimostation in der Wackerstraße geparkt haben, um mit der Bahn, dem Bus oder zu Fuß an ihr Ziel zu gelangen, es einfacher machen, an ihr Fahrzeug zu kommen.

„Das ist ein Pilot der GTL“, sagte GTL-Chef Kai Kattau und erklärte, dass dieses Pilotprojekt den Lindauer Garten- und Tiefbaubetrieben die Möglichkeit biete, zwei ihrer wichtigen Themen unter den Hut des Klimaschutzes zu bringen. Zum einen, die Klimostationen, die die Multimobilität fördern sollen. Und zum anderen die Beleuchtung. Um das Klima zu schützen, habe die GTL bereits in den vergangenen beiden Jahren ein Viertel der Lindauer Straßenbeleuchtung von Quecksilberdampf auf energieeffiziente LED-Leuchten umgestellt, erklärt Kattau. Dadurch habe die Stadt viel Energie, aber auch viel Geld eingespart. Einen nächsten Schritt, so Kattau, stellten die Solarstromlampen dar. Sie seien, weil umsonst, noch wirtschaftlicher, hätten jedoch ihre Grenzen. Und genau die wolle die GTL nun mit dieser ersten Solarleuchte austesten. Nicht ohne Grund sei der Standort an der Klimostation in der Wackerstraße ausgesucht worden.

Ganz abgesehen davon, dass es hier nicht ohne einen gewissen Aufwand möglich gewesen wäre, einen Stromanschluss für eine herkömmliche Straßenlaterne zu schaffen, liegt die Klimostation durch die umstehenden Bäume und das Gebüsch, im Schatten. Mit ein weiterer Grund für die Wahl des Standortes. Denn, so Kattau, „gerade in der Dämmerungszeit sollen sich die Leute hier nicht unwohl fühlen“.

Durch neueste Technik jedoch seien diese eigentlich schlechten Voraussetzungen kein Problem, versichert Richard Hutter und schaltet zu Demonstrationszwecken die Leuchte an – und wieder aus. Dazu hat er sein Handy gezückt, auf dem er eine App hat, mit der er die Lampe steuern kann. Bis die Stadtwerke diese Kontrolle übernehmen werden, ist die Firma F8 noch mit der Dienstleistung beauftragt.

Mittels dieser App sieht er auch, dass der Akku der Leuchte trotz des schlechten Wetters und des Schattens aufgeladen ist. Das bewirken, so erklärt er, die hocheffizienten acht Watt starken Solarzellen. Künftig wird die Lampe von der Dämmerung bis Mitternacht und von 4.30 Uhr bis Sonnenaufgang leuchten. Ein Helligkeitssensor macht es möglich, dass sie ausgeht, sobald es hell ist, und angeht, wenn es dunkel wird. Außerhalb dieser Zeiten schaltet ein Bewegungsmelder die Leuchte an.

Jaime Valdés, der Mobilitätsplaner der Stadt, nutzt die Gelegenheit, um jene Gerüchte klarzustellen, die auf Facebook kursieren und in denen behauptet wird, dass die Klimostationen über den Winter abgebaut würden. Er erklärt, dass lediglich die Reparaturstation, also die Luftpumpe, das Werkzeug und der Fahrradaufhänger der Klimostation am Alfred-Nobel-Platz abgebaut werden. Und das auch nur wegen des Drei-Länder-Marathons. Danach werde die Werkzeugsäule wieder aufgebaut. Die Fahrradständer bleiben aber während der Marathontage stehen. Gleiches passiert dann noch einmal im November anlässlich des Jahrmarkts.

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