Erinnerung und Antifaschismus

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 Ulrich Schneider
Ulrich Schneider (Foto: Jochen Vogler)
Lindauer Zeitung

Ulrich Schneider, Repräsentant der Vereinigungen der NS-Verfolgten VVN-BdA und FIR, hält am Mittwoch, 22. Januar, um 20 Uhr im Landgasthaus Köchlin in Lindau-Reutin den Vortrag „75 Jahre Befreiung von Auschwitz - Antifaschismus heute“.

Schneider in einer Pressemitteilung: „Im Jahr 2020 werden zahlreiche Gedenkveranstaltungen zur Befreiung der Konzentrationslager und zum Ende von Faschismus und Krieg in Europa stattfinden. Diese Erinnerung bliebe jedoch folgenlos, wenn nicht darüber nachgedacht würde, welche Aktualität die Losungen des Jahres 1945: ’Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!’ für heutige Generationen haben.“

Eine Orientierung formulierten die Überlebenden des KZ Buchenwald im April 1945 in ihrem berühmten Schwur: „Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln, Schaffung einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit!“ Das, so Schneider, sei die Verpflichtung antifaschistischer Arbeit bis heute.

„Aber immer wieder aufs Neue müssen wir uns darüber verständigen, was zum Beispiel die Aussage ’Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln’ politisch bedeutet. Wenn wir heute, nicht nur in Deutschland, den Wiederaufstieg von rassistischen, nationalistischen und extrem rechten politischen Parteien und Bewegungen erleben, dann stellt sich die Frage nach den Wurzeln nazistischer Ideologie und Politik. Daher geht es an diesem Abend nicht nur um Erinnerung, sondern um Antifaschismus heute“, schreibt der Referent weiter.

Veranstalter sind die Bunte Liste Lindau, Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband Lindau und Die Linke im Landkreis Lindau.

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