Entspannt von Zuhause aus wählen

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 Der Flyer des Integrationsbeirats und des Landratsamtes „Ich gehe wählen! Und Du?“ erklärt leicht verständlich die Kommunalwahl
Der Flyer des Integrationsbeirats und des Landratsamtes „Ich gehe wählen! Und Du?“ erklärt leicht verständlich die Kommunalwahl 2020. (Foto: Isabel de Placido)
isa

Der Integrationsbeirat ruft alle wahlberechtigten Bürger dazu auf zur Kommunalwahl zu gehen. Insbesondere auch jene Bürger aus den Ländern der Europäischen Union, die zwar wahlberechtigt sind, aber keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Denn auch sie dürfen bei Kommunalwahlen mit abstimmen. Weil dies angesichts der Fülle an Kandidaten verspricht zeitintensiv und aufwändig zu werden, ermuntert der Integrationsbeirat alle, die sich nicht so gut mit dem deutschen Wahlrecht auskennen, zur Briefwahl.

Die Kommunalwahl im März wird heftig. Denn für die Bürger des Landkreises Lindau gilt es nicht nur den Landrat und den Bürgermeister der jeweiligen Städte und Gemeinden zu wählen, sondern auch noch 60 Kreisräte und je nach Einwohneranzahl der jeweiligen Kommune, zwölf bis 30 Stadt- oder Gemeinderäte.

Ein Pensum, das eine Herausforderung für jeden Bürger darstellt, aber gerade Menschen, die weder mit dem hiesigen Wahlsystem noch mit der deutschen Sprache aufgewachsen sind, davon abhalten könnte, überhaupt wählen zu gehen. Das fürchtet zumindest der Integrationsbeirat des Landkreis Lindau. Dabei ermöglicht diese Wahl nicht nur Deutschen sondern auch EU-Bürgern ihr Recht auf Mitbestimmung und Mitwirkung auszuüben.

Deshalb hat das Gremium zusammen mit dem Landratsamt den Flyer „Ich gehe wählen! Und Du?“ herausgebracht. In kurzen und leicht verständlichen Worten werden hier Informationen zur Kommunalwahl vermittelt. Verteilt wurden die Flyer durch Mitglieder des Integrationsbeirates bisher auf verschiedenen Veranstaltungen, an die unterschiedlichen Migrantenvereine, an interessierte Parteien, an Firmen, die viele Mitarbeiter aus dem Ausland haben, im persönlichen Umfeld der Beiräte oder in Arztpraxen und Supermärkten.

„Die Leute sollen auch darauf hingewiesen werden, dass die Möglichkeit zur Briefwahl besteht“, betonte Paolo Mura, Vorsitzender des Integrationsbeirats auf der Sitzung. „Da kann man viel entspannter wählen.“

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