Engagiert für mehr Verkehrssicherheit

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Landrat Elmar Stegmann (Zweiter von rechts) im Kreise der neu gewählten Vorstandschaft der Kreisverkehrswacht Lindau (von links)
Landrat Elmar Stegmann (Zweiter von rechts) im Kreise der neu gewählten Vorstandschaft der Kreisverkehrswacht Lindau (von links): Peter Kraus, Michael Martini, Sebastian Wiencek, Franz-Peter Seidl, Ulfried Müller, Jürgen Bär, Alexander Pfaff, Jürgen Riekert, Franz Achberger und Christine Schwemer. (Foto: verkehrswacht)
Lindauer Zeitung

Die Lindauer Kreisverkehrswacht kämpft kontinuierlich für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Mit zahlreichen Aktivitäten hat sie sich auch im vergangenen Jahr diesem Ziel verschrieben. Vorsitzender Ulfried Müller zog bei der Mitgliederversammlung Bilanz der Aktionen und zählte zahlreiche Maßnahmen auf, die im Dienste der Unfallverhütung standen, wie die Kreisverkehrswacht mitteilt. Im Fokus standen dabei besonders schwächere Verkehrsteilnehmer wie Kinder und Senioren.

So durften sich zum Beispiel Kindergartenkinder über Spiel- und Lernmaterialien und auch über gelbe Sicherheitswesten freuen, die ihnen für Aktionen außerhalb des Kindergartens zur Verfügung gestellt wurden. Im Grundschulbereich waren es insbesondere die diversen Aktionen wie „Sicher zur Schule – sicher nach Hause“, „Toter Winkel“ und das „Schulbustraining“, bei denen wertvolle Präventionsarbeit geleistet wurde, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt.

Beim „Blaulichttag“ in Lindau durften Interessierte im Überschlagssimulator erleben, wie schwierig es doch ist, aus einem auf dem Dach liegenden Auto auszusteigen. Sie konnten Kniffe erlernen, die dies leichter ermöglichen. Ulfried Müller verwies im Zusammenhang mit der Durchführung dieser Veranstaltung auch auf die beschränkten finanziellen und personellen Möglichkeiten der Kreisverkehrswacht. Darum sei diese Aktion nur mit Unterstützung der Verkehrswacht Kelheim realisierbar gewesen.

Für die alljährliche Ganztagesveranstaltung „Sicherheit im Straßenverkehr“ im Gitzenweiler Hof stellte dann die Verkehrswacht Aichach-Friedberg Fahr- und Reaktionssimulatoren bereit, die von den Besuchern rege in Anspruch genommen wurden.

Weiter führte der Vorsitzende aus, dass vermehrt ältere Verkehrsteilnehmer mit E-Bikes oder Pedelecs am Straßenverkehr teilnehmen. Im Rahmen der Aktion „Lindau wird fahrradfreundliche Stadt“ wollte die Kreisverkehrswacht diesem Umstand Rechnung tragen und konnte diesem Personenkreis eine besondere praktische Schulung anbieten.

Der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht betonte, dass viele dieser Aktionen aber nur möglich wurden, weil sich verschiedene Partner dafür engagierten. So bedankte er sich insbesondere bei den Polizeiinspektionen Lindau und Lindenberg, dem Amtsgericht Lindau, der Sparkasse Memmingen – Lindau – Mindelheim, dem Städtischen Bauhof Lindau, der Straßenmeisterei Lindenberg, den Kommunen des Landkreises, der Vorstandschaft der Kreisverkehrswacht und vor allem bei den Schulweghelfern aus Lindau, Lindenberg, Hergatz und Weiler.

Im Anschluss ging Landrat Elmar Stegmann in seinem Impulsreferat auf die aktuelle Verkehrssituation im Landkreis ein. Aufgrund der aktuell gestiegenen Unfallzahlen in den Bereichen Schulwegunfälle und Pedelec-Fahrer als Verkehrsteilnehmer sieht er hier besonderen Handlungsbedarf. Seiner Ansicht nach könnten sich dabei das gerade in der Entstehung befindliche Radwegekonzept und die weitere Entwicklung des ÖPNV positiv auswirken. So könnten die sicheren Radwege beitragen, Wegeunfälle zu vermeiden. Auch sollte ein attraktiver öffentlicher Nahverkehr in Zukunft in erheblichem Ausmaß beitragen, den Individualverkehr zu reduzieren und somit viele bestehende Verkehrsprobleme abzumildern.

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