Eishockey-Oberliga: Islanders reisen zum Neustart nach Füssen

 Die Islanders stehen vor einer richtungsweisenden Partie in Füssen: Der neue Trainer John Sicinski feiert dabei sein Debüt an d
Die Islanders stehen vor einer richtungsweisenden Partie in Füssen: Der neue Trainer John Sicinski feiert dabei sein Debüt an der Bande. (Foto: Betty Ockert)
Lindauer Zeitung

Für die EV Lindau Islanders beginnt nach der Verpflichtung des neuen Trainers John Sicinski die Saison am kommenden Wochenende noch einmal bei null. Zu diesem „Neustart“ muss das Lindauer Team an diesem Freitag (18. November / 19.30 Uhr) zum direkten Konkurrenten nach Füssen reisen. „Wir müssen Geduld haben und einen Schritt nach dem anderen machen“, sagte John Sicinski vor seiner Premiere als Headcoach der Islanders. Das Spiel beim 16-maligen deutschen Meister EV Füssen kann auch bei SpradeTV live verfolgt werden. Am Sonntag haben die Inselstädter erneut spielfrei.

Der Freitagsgegner Füssen feiert in Kürze ein ganz besonderes Jubiläum, nämlich seinen 100. Geburtstag. Am 11. Dezember 1922 wurde der Eissportverein gegründet. Passend dazu gastiert am 11. Dezember 2022 der Oberliga-Konkurrent SC Riessersee in Füssen, vor genau 100 Jahren auch der erste Gegner des EV Füssen überhaupt.

Nach einer intensiven Trainingswoche wollen die Lindauer aber keine Geschenke verteilen und die Punkte bestenfalls aus dem Ostallgäu entführen. Dass dies kein Spaziergang wird, wissen die Inselstädter seit dem ersten Aufeinandertreffen am Bodensee. Nach einem torreichen Spiel mussten sich die Islanders trotz zweier Führungen am Ende mit einem Punkt und einer Overtime-Niederlage geschlagen geben. „Wenn wir defensiv besser stehen, können wir auch Spiele gewinnen“, sagt John Sicinski.

Die Duelle der beiden Teams waren schon in der Vergangenheit meist knapp, aber vor allem harte Auseinandersetzungen, in denen sich beide Mannschaften keinen Zentimeter Eis geschenkt haben. Wichtig für die Islanders wird es bei diesem Gastspiel deshalb sein, von der ersten Minute an hellwach zu sein und die Chancen, die sich bieten, eiskalt zu nutzen. Sollte dies gelingen, könnte man womöglich schon am Kobelhang einen Turnaround einleiten und vor allem zu den Ostallgäuern in der Tabelle aufschließen.

Große Hoffnungen liegen dabei auf dem neuen Trainer John Sicinski, der auf den entlassenen Stefan Wiedmaier am vergangenen Dienstag gefolgt ist. Zuletzt war der 48-Jährige bei den Starbulls Rosenheim für die U20-Mannschaft in der Deutschen Nachwuchsliga II verantwortlich (wir berichteten). „Wir freuen uns sehr, dass wir mit John einen absoluten Fachmann für Lindau gewinnen konnten“, sagte der Sportliche Leiter Milo Markovic. „Es war uns wichtig, einen Trainer zu verpflichten, der in der Oberliga bereits erfolgreich gearbeitet hat und Erfahrung mitbringt.“ Sicinski sieht Möglichkeiten, dass die Islanders schnell ein anderes Gesicht zeigen: „Die Mannschaft hat viel mehr Potenzial, als sie derzeit zeigt. Das ist für mich der Anreiz, dieses Potenzial in die richtige Richtung zu lenken“, sagte der gebürtige Kanadier.

Im Lager der Inselstädter hofft man bei der Premiere von John Sicinski an der Lindauer Bande deshalb auf positive Impulse und auch auf zahlreiche Schlachtenbummler vom See, welche das Team am Kobelhang lautstark unterstützen sollen.

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