Ein Toter bei Frontalzusammenstoß auf der B31

Lesedauer: 4 Min
 Sehr eng war es auf der B31 für den Rettungshubschrauber.
Sehr eng war es auf der B31 für den Rettungshubschrauber. (Foto: cf)
Redaktionsleiter

Bei einem schweren Unfall auf der B31 ist am Freitagnachmittag ein Autofahrer gestorben. Seine Beifahrerin ist schwerst verletzt. Der Unfallverursacher hat leichte Verletzungen.

Nach Polizeiangaben ist es um 16.22 Uhr auf der B31 im Bereich Lindau zu einem Frontalzusammenstoß zweier Autos gekommen. Ein aus Richtung Friedrichshafen kommender Porsche Cayenne sei kurz vor der Abfahrt Lindau, auf Höhe der Brücke beim Golfplatz, aus ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten und dort frontal in einen entgegenkommenden VW Golf gefahren. „Der 83-jährige Fahrer ist in einer Rechtskurve langsam aber gleichmäßig auf die Gegenfahrbahn gefahren“, sagt Polizist Gerhard Schlauch im Gespräch mit der Lindauer Zeitung.

 Ein Mensch ist gestorben nachdem ein Porsche Cayenne auf der B31 in einen entgegenkommenden VW Golf gefahren ist.
Ein Mensch ist gestorben nachdem ein Porsche Cayenne auf der B31 in einen entgegenkommenden VW Golf gefahren ist. (Foto: Christian Flemming)

In dem Golf waren Fahrer und Beifahrerin zunächst eingeklemmt. Die Feuerwehren Lindau und Weißensberg, die mit insgesamt 50 Mann an der Unfallstelle waren, haben sie gemeinsam mit dem Rettungsdienst aus dem völlig zerstörten Auto geschnitten. Der 65-jährige Fahrer des Golfs, laut Polizei vermutlich der Halter des Fahrzeugs, ist noch an der Unfallstelle verstorben. Die zehn Jahre jüngere Beifahrerin, wahrscheinlich die Ehefrau des Verstorbenen, wurde mit dem Rettungshubschrauber schwerst verletzt in eine Klinik geflogen. Zuvor hatte der Pilot des Hubschruabers mitten auf der sehr engen B31 landen müssen.

Der aus dem Landkreis Ravensburg stammende Porschefahrer wurde vom Rettungsdienst mit leichten Verletzungen ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Gegen 18.45 am Freitagabend ist ein Gutachter zu B31 gekommen, um die Unfallstelle mithilfe der Feuerwehr zu untersuchen. „Das wird mindestens eine Stunde dauern“, sagte Polizist Gerhard Schlauch am Freitagabend. „Dann fangen wir an zu räumen.“ Es werde bis in die späten Abendstunden dauern, bis die B31 wieder freigegeben werde.

Direkt nach dem Unfall wurde die B31 im Bereich Lindau auf nicht absehbare Zeit in beiden Richtungen komplett gesperrt. Die Polizei leitete den Verkehr aus Friedrichshafen bei der Behelfsausfahrt Schönau ab und durch das Stadtgebiet in Richtung Österreich oder durch das Hinterland nach Weißensberg und weiter auf die Autobahn nach München. Auf den Umleitungsstrecken zu erheblichen Staus. Zwischen Kressbronn und Lindau ging es nur im Schritttempo vorwärts. „Es herrscht absolutes Verkehrschaos, da geht nichts“, sagt Schlauch. Ortskundige sollten Lindau weiträumig umfahren.

Unfallschwerpunkte & aktuelle Verkehrsmeldungen

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen