Draußen vor der Tür

Lesedauer: 3 Min
 Szene aus „Draußen vor der Tür“.
Szene aus „Draußen vor der Tür“. (Foto: Ilja Mess)
Lindauer Zeitung

Im Theater Lindau wird am Mittwoch, 20. Februar, um 19.30 Uhr, die Produktion des Theaters Konstanz „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert aufgeführt. Ein Stück, das kein Theater spielen und kein Publikum sehen will. So beschreibt Autor Wolfgang Borchert selbst sein einziges, innerhalb von nur acht Tagen niedergeschriebenes Stück Vergangenheitsbewältigung. Darin reihen sich nicht enden wollende Stationen des Stolperns aneinander — denn: er war zu lange weg, der Soldat Beckmann.

Und er kommt ganz anders aus dem Krieg, als er wegging. Nach 1000 Nächten voller Sehnsucht draußen in der Kälte kommt er endlich nach Hause. Aber nichts ist mehr, wie es einmal war.

Beckmann, der Mann ohne Vornamen, ist eine weit über die geschichtliche Verortung hinausweisende, moderne Figur, die von der Welt vollkommen entfremdet an der zerstörerischen Macht des Krieges scheitert. Er sei, so die Vorankündigung des Theaters, einer von Vielen, die nach Hause kommen und doch nicht zu Hause ankommen. Er bleibt stecken: draußen, vor der Tür — zwischen Leben und Tod, zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Regie führt Mareike Mikat, für Bühnenbild und Kostüme ist Simone Manthey verantwortlich. Die Schauspieler sind Katrin Huke, Johanna Link, Nikolai Gemel, Jonas Pätzold, Harald Schröpfer, Peter Cieslinski, Tomasz Robak, Eva Warth, Paula Vietor, Hannah Hellstern, Paul Reitberger, Jonathan Bohna, Gregor Bohnam, Bernd Oßwald, Elena Bulochnikova, Rabea Schubert, Johanna Schaden, Andree Kruse, Stefan Eberle.

Um 19 Uhr findet eine Stückeinführung im Zuschauerraum der Marionettenoper im zweiten Stock statt, nach der Vorstellung ein Nachgespräch im Parkett des Theaters.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen