Die Unterführung Bregenzer Straße wird Ende 2020 fertig

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Eine Fahrbahn für Radfahrer in der Mitte, auf der zur Not auch Rettungswagen fahren können, sowie Gehwege links und rechts – so
Eine Fahrbahn für Radfahrer in der Mitte, auf der zur Not auch Rettungswagen fahren können, sowie Gehwege links und rechts – so ähnlich soll die neue Unterführung in der Bregenzer Straße aussehen. Diese Visualisierung aus dem Jahr 2011 ist durch weitere Detailplanungen leicht überholt, aber von der aktuellen Planung gibt es noch kein Bild. (Foto: Visualisierung: Stadt Lindau)
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Stadt Lindau und Bahn AG haben nicht nur das Ende der Schranken im Langenweg beschlossen. Auch in der Bregenzer Straße ist eine Unterführung geplant. Allerdings nur für Fußgänger und Radfahrer sowie für Rettungsfahrzeuge. Die Bauarbeiten beginnen im Herbst.

In den kommenden Wochen sind noch Restarbeiten im Langenweg nötig, außerdem ist im Sommer die Sanierung der Kolpingstraße mitsamt der Brücken über Hundweiler Straße und die Ach geplant. Im Anschluss soll dann im Oktober mit Baumfällarbeiten der Bau der Unterführung Bregenzer Straße beginnen. Zumindest die Bahn hat alle Arbeiten bereits ausgeschrieben, wie Pressesprecher Franz Lindemair auf Anfrage der LZ mitteilt.

Geplant ist ein beidseitig befahrbarer Radweg, der 3,50 Meter breit werden soll, sowie zwei jeweils 2,30 Meter breite Gehwege. Die Unterführung wird so hoch, dass im Notfall Rettungswagen bis zu einer Höhe von 3,20 Meter durchfahren können, wie Lindaus Pressesprecher Jürgen Widmer berichtet. Weil weniger Platz ist als beim Langenweg wird die 160 Meter lange Unterführung nicht ganz so großzügig. Doch die Stützwände sollen mehr als 13 Meter lichte Weite geben, damit der Durchgang auf keinen Fall eng und dunkel, sondern offen und hell wirkt.

Der Bauablauf ist etwas anders geplant als beim Langenweg, nämlich in sogenannter Deckelbauweise. Wegen des beengten Platzes wird die Bahn AG zuerst nördlich der Schienen den 700 Tonnen schweren Beton Deckel herstellen lassen. Im Bereich der Gleise werden zudem Bohrpfähle aus Beton gesetzt. Der Deckel wird dann millimeterweise auf die Betonpfähle geschoben.

Erst hinterher kann die Stadt dann das Erdreich unter den Schienen abgraben lassen und dort die eigentliche Unterführung einbauen. Weil das Erdreich anders als beim Langenweg nicht hochwassersicher ist, ist an der Bregenzer Straße eine Wanne nötig, die das Bauwerk vor eindringendem Grundwasser schützt.

Für die Arbeiten sind längere Sperrungen der Bahnlinie nötig. Bahnsprecher Lindemair kündigt eine erste Sperrpause für den Februar an, damit Arbeiter die Bohrpfähle setzen können. Im kommenden Sommer fahren dann sieben Wochen lang keine Züge zwischen Lindau und Bregenz, wenn der Betondeckel im Verlauf von etwa vier Tagen eingeschoben wird und darunter die Erdarbeiten stattfinden. Diese Pause will die Bahn auch für notwendige Arbeiten zum Bau des Reutiner Bahnhofs nutzen und zum Beispiel das neue Elektronische Stellwerk in Betrieb nehmen sowie neue Weichen bauen und die Oberleitungen anpassen.

Stadt wird auch die Zufahrt in der Bregenzer Straße neu gestalten

Wann die Stadt die Bregenzer Straße neu gestalten wird, steht laut Widmer noch nicht fest. Weil dort künftig viel weniger Autos fahren, sollen die Radfahrer auf der Straße mehr Platz bekommen. Ob diese Arbeiten gleichzeitig mit dem Bau der Unterführung möglich sind, muss der Stadtrat im Rahmen der Haushaltsberatungen entscheiden. Möglichst soll die Straße aber zur Eröffnung der Unterführung fertig sein. Die ist zum Jahresende 2020 geplant, also möglichst zeitgleich mit der Eröffnung des Reutiner Bahnhofs.

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