Die Roten Teufel ringen Graz nieder

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 Luca Raschle (beim Wurf) besiegt mit Alpla HC Hard die Gäste aus Graz.
Luca Raschle (beim Wurf) besiegt mit Alpla HC Hard die Gäste aus Graz. (Foto: Alexandra Köß)
Lindauer Zeitung

Das ist ein hartes Stück Arbeit für die Truppe von Cheftrainer Klaus Gärtner am Wochenende gewesen. In der 14. Hauptrunde der spusu Handball-Liga gewann Alpla HC Hard gegen den Tabellenzweiten HSG Graz mit 25:22 (13:11). Laut Spielbericht sammelten die Vorarlberger wichtige Punkte im Kampf um das Ticket für die Bonusrunde der besten fünf Teams.

Die Roten Teufel vom Bodensee mussten gegen den Tabellenzweiten aus der Steiermark vor 1100 Zuschauern in der Sporthalle am See weiterhin auf die verletzten Ivan Horvat und Risto Arnaudovski verzichten. Die Hausherren wurden kalt erwischt, lagen nach drei Minuten mit drei Toren hinten. In der neunten Minute brachte Gerald Zeiner (7 Tore) die Gastgeber erstmals mit 4:3 in Führung. Doch die Steirer standen geschlossen in der Deckung und hatten mit Thomas Eichberger einen der Besten ihrer Zunft im Tor. Der 25-Jährige stand von Beginn an im Brennpunkt. Boris Zivkovic (9 Tore) erhöhte Mitte der ersten Halbzeit auf 6:4 für Hard. Kurz darauf traf Gerald Zeiner ins leere Grazer Tor zum 7:4. Die Gäste brachten immer wieder den siebten Feldspieler und glichen fünf Minuten vor der Halbzeitsirene zum 10:10 aus. Hard-Goalie Thomas Hurich hatte maßgeblichen Anteil, dass der sechsfache Champion mit einer 13:11-Führung in die Kabinen ging.

Nach Wiederanpfiff ging der offene Schlagabtausch munter weiter. Die Gastgeber standen in der Deckung offensiver (14:11/37. Minute). Acht Minuten lang fiel auf beiden Seiten kein Tor. Kapitän Dominik Schmid brachte dann sein Team erstmals mit vier Toren zum 15:11 in Führung. Mit Fortdauer wurde die Partie hektischer und härter (17:12, 44.) Graz fand gegen die starke Harder Defensive lange keine Antworten. Mit dem Zwischenstand von 20:16 ging es in die finalen zehn Minuten. In Überzahl kam Graz auf 18:20 heran. Doch Luca Raschle verschaffte mit seinem Tor zum 22:18 für die Vorarlberger erneut einen komfortablen Abstand. Graz warf in der Folge noch einmal alles in die Waagschale. Doch der Vizemeister aus dem Ländle ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und feierte einen hart erkämpften 25:22-Erfolg gegen das starke Team aus der Steiermark. Zu den Best-Playern wurden via SMS-Voting Nejc Zmavc und Daniel Dicker gewählt.

„Wir haben heute eine starke Abwehrleistung gezeigt, auch Torwart Thomas Hurich hielt 18 von 37 Bällen. Im Angriff werfen wir momentan noch zu viele Bälle weg und machen uns damit das Leben schwer. Graz war heute der erwartet starke Gegner. Aber unser Sieg war verdient“, bilanzierte Hard-Cheftrainer Klaus Gärtner. „Wir haben gut gekämpft, aber unsere Chancen nicht verwertet. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten wir eine schwache Phase. Mit etlichen Schiedsrichterentscheidungen war ich heute nicht einverstanden“, haderte Graz-Coach Ales Pajovic.

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