Die Roten Teufel holen den Pott nach Verlängerung

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Freuen sich über den Pokal: die Handballer von Alpla HC Hard.
Freuen sich über den Pokal: die Handballer von Alpla HC Hard. (Foto: Verein)

Der Alpla HC Hard schafft das Double. Nach dem Supercup holen die Vorarlberger nach 2005, 2008 und 2014 zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte den Pokalsieg. In einem Endspiel-Krimi setzen sich die Roten Teufel vom Bodensee denkbar knapp gegen die SG Insignis Handball Westwien mit 31:30 nach Verlängerung durch. Nach Ende der regulären Spielzeit stand es 26:26 (13:13).

Beide Finalisten schenkten sich in der Wiener Hollgasse von Anpfiff an nichts. Die Harder, ohne ihre langzeitverletzten Risto Arnaudovski und Konrad Wurst sowie Nationalspieler Boris Zivkovic, setzten sich nach dem 2:2 kurzzeitig auf 5:2 (7. Minute) ab. Doch das Team aus der Südstadt kam wieder auf ein Tor heran. Mitte der ersten Halbzeit führten die Roten Teufel wieder mit 10:7. Immer wieder fischten die Harder Abwehrspieler Bälle heraus und kamen mit schnellen Gegenstößen zum Torerfolg.

Aggressive 5:1-Deckungträgt Früchte

Der Torhüter Golub Doknic stand immer mehr im Mittelpunkt und Marko Tanaskovic sorgte in der 20. Minute für die erstmalige Fünf-Tore-Führung (13:8). Die aggressive 5:1-Deckung der Vorarlberger trug Früchte. Hard in der Folge mit Schwächen im Abschluss. Auch Westwien-Goalie Sandro Uvodic glänzte mit seinen Paraden. Die Glorreichen Sieben stellten ebenfalls auf eine offensivere Deckung um. In Überzahl kamen die Wiener auf 13:11 (27.) heran.

Mit dem Stand von 13:13 ging es nach 30 Minuten in die Kabinen. Nach dem Wiederanpfiff brachte Gerald Zeiner per Siebenmeter sein Team wieder in Führung. Und Kapitän Dominik Schmid erhöhte auf 17:15 (39.). Sechs Minuten vor Ende der regulären Spielzeit glich Westwien zum 23:23 aus. Dominik Schmid besorgte die 25:24-Führung (58.). Spielmacher Olafur Ragnarsson glich aus. 58 Sekunden vor Schluss erzielte Kreisläufer Domagoj Surac das 26:25.

35 Sekunden vor der Schlusssirene nahm Westwien-Coach Hannes Jon Jonsson sein letztes Timeout. Drei Sekunden fehlten Hard zum Sieg. Viggo Kristjansson gelang noch der Ausgleich zum 26:26. In der regulären Spielzeit lag Westwien nie in Führung.

In der Verlängerung ging Westwien gleich nach dem Anspiel erstmals durch zwei Tore von Olafur Ragnarsson in Führung (28:26). Mit 27:29 aus Sicht von Hard wurden die Seiten gewechselt. In Minute 68. glichen die Harder durch Gerald Zeiner zum 29:29 aus. 88 Sekunden vor Ende der Verlängerung eroberte Domagoj Surac die Führung zum 30:29 zurück. Mit seinem 13. Tor glich Olafur Ragnarsson, der in der Nacht zum ersten Mal Vater wurde, zum 30:30 aus. Am Ende war es Routinier Michael Knauth vorbehalten, acht Sekunden vor Schluss den 31:30-Siegtreffer zu erzielen.

„Die glücklichere Mannschaft hat heute gewonnen. Wir hatten riesige Probleme mit Olafur Ragnarsson,“ so Hard-Cheftrainer Petr Hrachovec. „Wir waren das ganze Spiel vorne und haben es nicht geschafft, den Sack zuzumachen. Am Ende haben Kleinigkeiten entschieden,“ meinte Hard-Kapitän Dominik Schmid.

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