Die nächsten Löwen geben sich die Ehre

Lesedauer: 4 Min
 Am Freitag bekommen es die Islanders (dunkle Trikots) mit den Löwen aus Waldkraiburg zu tun.
Am Freitag bekommen es die Islanders (dunkle Trikots) mit den Löwen aus Waldkraiburg zu tun. (Foto: Archiv: Flowo)
Sportredakteur

Gestärkt aus den beiden Erfolgen am vergangenen Wochenende gehen die EV Lindau Islanders in den sechsten Spieltag der Hauptrunde in der Eishockey-Oberliga Süd. Hier empfängt die Mannschaft von EVL-Headcoach Chris Stanley am Freitagabend (19.30 Uhr, Eissportarena im Eichwald) den EHC Waldkraiburg. Der hat – wie die Lindauer – frühzeitig den achten Play-off-Platz als Saisonziel ausgerufen und hierfür eine Handvoll neuer Spieler verpflichtet.

Dass war auch deshalb vonnöten, weil Stürmer Max Kaltenhauser – der über Jahre mit der Trikotnummer 10 für die Löwen stürmte und vom Lindauer Publikum wegen seiner ruppigen Art auf dem Eis oftmals ausgepfiffen wurde – sein Karriereende verkündete, Brent Norris zu den Hannover Indians in die Oberliga Nord wechselte sowie die Gebrüder Konzelsberger nach Dorfen gingen. Neu im Kader sind die Verteidiger Sebastian Wolsch und Petr Gulda von den Eisbären Regensburg sowie Martin Damian (Ice Fighters Leipzig) und Lucas Wimmer vom Ligakonkurrenten Starbulls Rosenheim. Mit Michael Rimbeck (SC Riessersee) und Valentin Hein (Rosenheim) hat sich der EHC auch im Sturm punktuell verstärken können. Ein Wiedersehen wird es am Freitagabend mit Waldkraiburgs Goalie Korbinian Sertl geben, der vor seinem Wechsel zu den Löwen zur Saison 2017/18 in Lindau das Tor hütete.

Bereits zu Bayernligazeiten verliefen die Duelle zwischen Lindau und Waldkraiburg überaus intensiv. „Wir haben seit Jahren eine gewisse Rivalität, die auch am Freitag zu spüren sein wird“, ist sich Sascha Paul, Sportlicher Leiter der Islanders, sicher. Am Ende der Saison 2016/17 standen sich beide Vereine in der BEV-Play-off-Meisterschaft gegenüber. Damals drehten die Löwen einen 0:2-Rückstand nach Spielen und holten nach einer Aufholjagd noch den Titel. Im ersten gemeinsamen Oberligajahr, welches folgte, musste der EHC ebenso in die Verzahnungsrunde mit den besten Bayernligisten wie der EV Lindau. In der Vorsaison war hier für die Waldkraiburger im Halbfinale gegen die Memminger Indians Endstation, während sich die Islanders gegen Höchstadt durchsetzten und in der Finalserie auf Memmingen trafen.

Nachdem die Islanders den Selber Wölfen am vergangenen Wochenende mit 7:3 eine schmerzliche Niederlage zufügten und dadurch den Tabellenführer aus Oberfranken stürzten, will man an diesem Freitag nachlegen und die Löwen aus der Industriestadt erneut aus der heimischen Eissportarena fegen. Nichts gegen einen nächsten Heimsieg hätten sicherlich die Lindauer Eishockeyfans. Dass es gegen Waldkraiburg jedoch kein Selbstläufer sein wird, weiß auch Bernd Wucher: „50 zu 50“, schätzt der EVL-Vorsitzende mit Blick auf den Ausgang der Partie. Zumal der EHC als aktuell Tabellenletzter (1 Punkt) noch auf den ersten Saisonsieg wartet und alles versuchen wird, diesen in Lindau zu holen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen