Die Linkspartei will in Lindau in den Stadtrat und den Kreistag

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 Xaver Merk ist in Lindau schon bei Bundestagswahlen als Direktkandidat für die Linken angetreten. Nun will er eine Liste für Kr
Xaver Merk ist in Lindau schon bei Bundestagswahlen als Direktkandidat für die Linken angetreten. Nun will er eine Liste für Kreistags- und Stadtratswahlen organisieren. (Foto: Archiv: tel)
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Die Linkspartei würde für die Stadtratswahl in Lindau und die Kreistagswahl gerne Listen aufstellen. Mangels eigener Mitglieder geht das aber nur, wenn sich Interessierte finden, die zwar nicht in der Partei sind, aber in Lindau linke Politik vertreten wollen.

Xaver Merk, der als Kreisvorsitzender der Linken verantwortlich ist für das ganze Allgäu, erklärt das kommunalpolitische Interesse der Linkspartei mit dem Wahlergebnis bei der Bundestagswahl: Weil die Linke da in Bayern mehr als fünf Prozent erreicht hat, kann sie für die Kommunalwahl Listen aufstellen, ohne dafür Unterschriften sammeln zu müssen.

Und die Linke erreiche in Lindau die besten Ergebnisse im Vergleich zum übrigen Allgäu, weiß Merk. Deshalb rechnet er sich hier die größten Chancen aus, auch wenn er weiß, dass einige Positionen der Linken in Lindau bei der Bunten Liste bereits vertreten sind. Dennoch will er es zumindest versuchen.

Problem ist nur, dass die Linke in Lindau gerade mal ein dutzend Mitglieder hat. Und von denen sind einige, wie André Pix, zugezogen und kennen sich in Lindau kaum aus. Deshalb hoffen Merk und Pix auf Lindauer, die linke Positionen für richtig halten, auch wenn sie nicht Parteimitglied sind. Die sollen auf offenen Listen kandidieren. Zugleich wollen die Linken selbst erfahren, wo die Lindauer der Schuh drückt.

Merk plant deshalb verschiedene Veranstaltungen, bei denen sich Linke und Bürger kennenlernen sollen. Er will gerne etwas über Programm und Inhalte seiner Partei erzählen und will hören, was Interessierte zu Themen aus Stadt und Landkreis zu sagen haben. Dabei helfe ihm, dass er selbst viele Jahre Erfahrung in der Kommunalpolitik habe, sagt merk, der früher für die SPD Gemeinde- und Kreisrat und sogar Vize-Bürgermeister war. Mögliche Themen der Linken in Lindau sind für ihn „der verbesserungsbedürftige ÖPNV“, billigere Fahrpreise für Bus und Bahn, bezahlbarer Wohnraum, gebührenfreie Kitas, ausreichend Pflegeplätze, Intensivierung der Sozialberatung und wohnortnahe Gesundheitsversorgung.

Merk hofft auf ausreichend großes Interesse, immerhin sollten auf einer Liste für den Stadtrat mindestens zehn Namen stehen, für den Kreistag sogar 20. Bis Oktober will er sich mit der Werbeaktion Zeit lassen, dann will er entscheiden, ob die Linke zur Nominierungsversammlung einlädt. Ein Versuch sei es allemal wert.

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