Der Mittlere Weinschwärmer liebt die Wärme

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Die Raupe des Mittleren Weinschwärmers ist anfangs grün, färbt später aber braun.
Die Raupe des Mittleren Weinschwärmers ist anfangs grün, färbt später aber braun. (Foto: Bund Naturschutz)
Lindauer Zeitung

„Hilfe ich habe da so eine riesengroße Raupe im Garten.“ Solche Anrufe besorgter Bürger beim Bund Naturschutz häufen sich im Sommer. Es handelt sich dann meist um den Mittleren Weinschwärmer, eine völlig harmlose Nachtfalterart. Darauf weist der Bund Naturschutz in einem Pressebericht hin.

Der Mittlere Weinschwärmer (Deilephila elpenor) fliegt von Mai bis Juli und saugt den Nektar von verschiedenen Blüten. Seine unscheinbaren Eier legt der olivgrün-pink gefärbte Schmetterling in dieser Zeit an den Futterpflanzen der Raupen ab. Dazu gehören Weidenröschen, Nachtkerzen, Blutweiderich aber auch Fuchsien. Die Tiere kommen in ganz Europa vor – mit Ausnahme des Nordens.

Die Raupe kann bis zu acht Zentimeter lang werden und ist anfangs grün, später braun gefärbt. Besonders auffällig sind die Augenflecken, die das Tier bedrohlich aussehen lässt und daher zur Abschreckung dient. Das auffällige Analhorn am Ende der Raupe ist ein charakteristisches Kennzeichen, das aber völlig ungefährlich ist. In besonders warmen Sommern, wie es gerade dieses Jahr der Fall ist, kann es auch zu einer zweiten Raupengeneration kommen. Diese Falterart überwintert als Puppe und schlüpft im kommenden Jahr im Mai. Da der Mittlere Weinschwärmer unter anderem auch eine Nahrungsquelle für nachtaktive Fledermäuse darstellt, sollte die Raupe nicht getötet oder geschädigt werden. Im Nahrungsnetz unserer heimischen Tierarten hat jedes Tier seine Bedeutung und seinen wichtigen Platz, schreiben die Naturschützer.

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