Der Froschkönig wohnt im Sünfzenbrunnen

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Schwäbische Zeitung

Die Vernissage für geladenen Gäste ist am Freitag, 27. April ab 16 Uhr im Lindauer Zeughaus. Um 17 Uhr öffnet die Ausstellung für die Öffentlichkeit. Am Samstag, 28. April, können die Exponate von 9 bis 12 Uhr besichtigt werden. Ein Teil der Ausstellung wird auch auf der IMTA, der internationalen musischen Tagung, in Lindenberg zu sehen sein. Ein Video gibt es unter www.schwaebische.de/froschkönigli18

Ob in Mathe, Kunst oder Deutsch: Bei der Mittelschule Reutin dreht sich seit Wochen alles um Lindauer Brunnen. Herausgekommen sind ganz unterschiedliche Werke, die nun auch öffentlich zu sehen sein. Denn das Gemeinschaftsprojekt der Klassen fünf bis zehn mündet in eine fächerübergreifende Ausstellung zum Thema Brunnen. Freitag und Samstag, 27. und 28. April, ist ein Teil der Werke zu besichtigen, aber auch zu ersteigern.

Im Kunstraum wird es allmählich eng. Hier lagern die ersten Werke rund ums Thema Brunnen, und es kommen immer noch weitere dazu. Figurengedichte, ein Brunnen-Bildersuchspiel, selbst geschriebene Märchen, Drucktechniken – die Bandbreite ist enorm, alle Schüler tragen etwas zu dieser besonderen Ausstellung bei. Für die Organisation ist die Klasse 10 M zuständig, deren Arbeit so kurz vor der Vernissage in die heiße Phase geht.

Wie viel Wasser passt in den Sternenbrunnen: Volumenberechnung mal anders

„Ich trage die Idee schon lange spazieren“, sagt Schulleiter Ulrich Kunstmann. Als er sie seinen Kolleginnen in der Konferenz präsentierte, waren auch sie gleich begeistert. Alle Klassen sollten mitmachen, getreu dem Leitbild der Schule „wollen wir uns als starke Schule präsentieren“, sagt Lehrerin Marion Zobel. Das Besondere daran: „Das Projekt war völlig offen“. Dementsprechend bunt sind die Ergebnisse. Eine Klasse hat das Froschkönig-Märchen auf den Sünfzenbrunnen umgeschrieben, eine andere wagte sich in Mathe an die Volumenberechnung des Sternenbrunnens, und wieder andere waren künstlerisch aktiv: Sie hielten Lindaus Brunnen in Gemälden fest, mal im Ganzen, dann wieder im Detail oder entfremdet. Rund 200 Werke dürften so entstanden sein – so viele, dass gar nicht alle ausgestellt werden können. „Die Schüler waren mit Begeisterung bei der Sache“, sagt Kunstmann, was sicher auch an der besonderen Unterrichtsform lag. „Wir sind viel rausgegangen und haben auch viele Exkursionen gemacht.“

Wenn die anderen Schüler fast fertig sind, geht die Arbeit der Zehntklässler in die heiße Phase. Ihre Aufgabe ist es, die Ausstellung zu organisieren. Sie arbeiten an dem Entwurf des Flyers, organisieren Stellwände, besichtigen das Zeughaus und erstellen einen „Ausstellungskatalog“. Außerdem müssen sie sich überlegen, welche technische Ausrüstung bei der Vernissage benötigt wird.

Und natürlich dürfen auch die Einladungen nicht vergessen werden. Leonhard hat es viel Spaß gemacht, den Brief an den Oberbürgermeister und die anderen geladenen Gäste zu schreiben, „weil es wirklich jemand liest“. Die Schüler lernen bei der Projektarbeit viel, ist sich Kunstmann sicher. Auch, dass „auch mal was schiefgeht“, ergänzt Lehrerin Sabine Schmid lachend.

Die Vernissage für geladenen Gäste ist am Freitag, 27. April ab 16 Uhr im Lindauer Zeughaus. Um 17 Uhr öffnet die Ausstellung für die Öffentlichkeit. Am Samstag, 28. April, können die Exponate von 9 bis 12 Uhr besichtigt werden. Ein Teil der Ausstellung wird auch auf der IMTA, der internationalen musischen Tagung, in Lindenberg zu sehen sein. Ein Video gibt es unter www.schwaebische.de/froschkönigli18

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