Der Bundespräsident lädt Daniele Kraft ins Schloss ein

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 Daniele Kraft ergattert ein Selfi mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Daniele Kraft ergattert ein Selfi mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. (Foto: Daniele Kraft)

Ein Foto mit Frank-Walter Steinmeier – das hat nicht jeder. Daniele Kraft schon. Die Kreisvorsitzende der Lindauer Frauenunion hat den Bundespräsidenten am Freitag beim Schloss Bellevue in Berlin getroffen. Mit dem Bürgerfest bedankte sich Steinmeier für das bürgerschaftliche Engagement.

„Als der Brief kam mit dem Goldadler drauf, war ich ganz schön überrascht“, erzählt Daniele Kraft. Dass darin eine Einladung vom Bundespräsidenten nach Berlin war, habe sie einfach nur gefreut. „Ich empfinde es als eine große Ehre, vor allem, weil man Ehrenamt und Politik nicht unbedingt zusammenbringt“, sagt sie. Doch Kraft versteht sich als Politikerin im Wortsinn. Seit 35 Jahren ist sie in der CSU aktiv – und setzt sich für die Belange der Bürger ein.

In Lindau ist Kraft vor allem bekannt, weil sie sich zehn Jahre lang für die Anbindung der Zecher Grenzsiedlung mit dem Stadtbus engagiert hat und gegen den Bau der Raststätte in Hörbranz gekämpft hat. „Da haben wir die erste grenzüberschreitende Demonstration mit 300 Leuten gemacht“, erinnert sie sich.

Für CSU-Politikerin Beate Merk war dies und vieles andere Grund genug, um Daniele Kraft für das Bürgerfest in Berlin vorzuschlagen. „Sie kennt meine Arbeit eben“, so Kraft.

Im ganzen Park ist Programm geboten

Mit dem Bürgerfest rückt der Bundespräsident bürgerschaftliches Engagement in Deutschland in den Fokus und würdigt die Menschen, die mit ihrem Einsatz eine starke Gesellschaft erst möglich machen, heißt es auf der Internetseite des Bundespräsidenten. Es wird aus dem Haushalt des Bundespräsidialamtes und durch die Beteiligung von rund hundert Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen getragen, die sich mit Sachleistungen und finanzieller Unterstützung in das Bürgerfest einbringen.

Lumpen lassen hat sich dabei keiner: „Im ganzen Park verteilt war Programm, überall war was los“, erzählt Kraft, die gemeinsam mit ihrem Mann erst eine lange Schlange und eine Security-Kontrolle überstehen musste, bevor sie in den Park von Bellevue gelangte. Besonders gut gefallen habe ihr die italienische Sängerin Gianna Nannini und die Band Stilbruch aus Leipzig. „Was mir auch unglaublich gut gefallen hat, war eine Trommlergruppe mit Kindern aus Problemschulen.“

Ihr Höhepunkt war aber natürlich ganz eindeutig, dass sie Frank-Walter Steinmeier persönlich getroffen hat – und sogar ein Erinnerungsfoto mit ihm machen durfte. „Unter 4000 Leuten ein Foto zu bekommen, ist nicht leicht“, sagt Kraft. Aber Steinmeier sei sehr leutselig gewesen. „Er hat gesagt: Natürlich machen wir ein Foto.“

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