Den Lindauer Friedensweg gibt es ab sofort als Broschüre

Friedenspolitik mit Heimatbezug. Den Lindauer Friedensweg gibt es jetzt als Broschüre. Darüber freut sich das Friedensräume-Team
Friedenspolitik mit Heimatbezug. Den Lindauer Friedensweg gibt es jetzt als Broschüre. Darüber freut sich das Friedensräume-Team: Waltraud Bube, Cornelia Speth, Barbara und Dietmar Stoller, Gertrud Fersch und Ansgar Mühlbach (von links). (Foto: isa)
Isabel de Placido

Vom einfachen Handzettel zur hübschen Broschüre: War der Lindauer Friedensweg bisher nur auf zwei Blättern weißen Papiers beschrieben, so ist er jetzt als bebildertes Heftchen zu haben. Ein Aufstieg, den er sich zu Recht verdient hat. Fasst die Broschüre doch einen zweistündigen Spazierweg zu zwölf Symbolen des Friedens zusammen, die den Spaziergänger obendrein noch an einige der schönsten Orte Lindaus führt.

„Wir sind froh, den Lindauer Friedensweg jetzt in einer schönen Broschüre präsentieren zu können“, freut sich Cornelia Speth. Die Koordinatorin der Friedensräume hat die Reporterin extra dafür in das Museum in der Villa Lindenhof eingeladen.

Die Frühlingssonne scheint zum ersten Mal seit Wochen und weckt nicht nur die Natur aus ihrem Winterschlaf sondern auch die Hoffnung der Menschen auf bessere Zeiten. Bis es allerdings soweit ist, ließe sich die Zeit bestens mit ausgedehnten Spaziergängen zu interessanten Plätzen und Orten vertreiben. Und genau dazu verhilft eben jene Broschüre, die jetzt druckfrisch und kostenlos zu haben ist.

Dabei ist sie nicht nur etwas für Touristen sondern gerade und insbesondere auch für die Lindauer. Denn sie führt zu Plätzen und Orten, wie etwa die Linde zwischen den Kirchen auf der Insel, das Naturschutzhäusle am Lotzbeckweg oder die Leonhardskapelle in Schachen, an denen man schon zig Mal achtlos vorbeigegangen ist, weil sie völlig selbstverständlich zum Lindauer Stadtbild gehören. Sie macht aufmerksam auf Dinge und Zeichen, wie den 1984 gesetzten Friedensstein vor dem Alten Rathaus, über den viele sicher schon zig Mal gegangen sind, ohne ihn überhaupt zu bemerken. Und sie erklärt Symbole, wie etwa den Ring-for-Peace auf der Hinteren Insel oder die Coventry-Säule im Lindenhofpark, von denen sich jeder schon mal gefragt hat, was sie denn eigentlich zu bedeuten haben.

Die Idee, dem Lindauer Friedensweg ein würdiges Outfit zu geben und aus den unbeachteten Zetteln eine begehrenswerte Broschüre zu machen, kam den Friedensräumen nach einem Bericht der LZ. Die Reporterin war ihn mit Barbara Stoller, die den Friedensweg vor Jahren schon zusammen mit ihrem Mann konzipiert und ausgearbeitet hat, abgegangen. Damals hatte gerade Corona zum ersten Mal das Leben stillstehen lassen. Eine Situation, an der sich heute nichts Grundlegendes geändert hat. Denn wieder fällt die traditionelle Eröffnung der Friedensräume aus, Ausgangsbeschränkungen engen den Bewegungsradius ein und der Frühling treibt die Menschen dennoch nach draußen. Dass der Lindauer Friedensweg auch noch ein Jahr danach eine coronagerechte Alternative zu geschlossenen Kultureinrichtungen bietet, hat auch die Lindau Tourismus und Kongress GmbH (LTK) erkannt. Zumindest dürfte dies mit ein Grund dafür sein, dass die LTK die 4500 teure Herausgabe der Broschüre wesentlich unterstützt hat. „Es freut uns, dass die LTK unsere Arbeit würdigt“, findet Cornelia Speth und ist sich sicher, dass der Friedensweg insbesondere in dieser Saison, eine wichtige Ergänzung für die anderen Spazierwege sein wird. „Das ist toll für die Touristen und die Lindauer.“

Abgesehen davon, dass Barbara und Dietmar Stoller den Weg für die Broschüre noch einmal überarbeitet haben und Ansgar Mühlbach zahlreiche Fotos dazu geliefert hat, hat einen weiteren Teil der in einer Auflage von 10 000 Stück gedruckten Broschüre der Freundeskreis der Friedensräume bezahlt.

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