Defektpech beim 4-Islands-Stage-Race

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Martin Schätzl und Dennis Hussner zeigen auf der dritten Etappe eine starke Leistung.
Martin Schätzl und Dennis Hussner zeigen auf der dritten Etappe eine starke Leistung. (Foto: Verein)
Lindauer Zeitung

Die scharfen Steine der vier Adriainseln Krk, Rab, Cres und Losinj sind beim viertägigen Etappenrennen Mitas 4-Islands-Stage-Race so manchem Racer zum Verhängnis geworden. So auch Max Friedrich vom Lindauer MTB-Team tomotion Racing by black tusk und seinem Partner Thorsten Keller, die den Gesamtsieg in der Masters-Kategorie mit nur dreieinhalb Minuten Rückstand dem kroatischen Duo Mesaric/Roset überlassen mussten. Einen Tag zuvor hatte sich das deutsche Team noch das Leaders-Trikot seiner Altersklasse erkämpft.

Auch das zweite tomotion-Team, Martin Schätzl und Dennis Hussner, hatte vor allem an Tag zwei mit Defektpech zu kämpfen und landete in der Gesamtwertung im Mittelfeld. Denkbar knapp verpasste Sabine Stampf im thüringischen Bad Frankenhausen den Sieg: beim Kyffländer MTB-Marathon über 42 Kilometer überquerte sie die Ziellinie als zweite Damen, zehn Sekunden hinter Jasmin Corso. toMotion-Nachwuchsfahrer Simon Hahn erreichte in der Gesamtwertung des Bulls Cup Rang sieben bei den Elite Herren.

Urlaubsfeeling und Rennstress – beim viertägigen Mitas 4-Islands-Stage Race lagen sie dicht beieinander. Zumindest für diejenigen Racer, die eine Kajüte auf der Antela Lora gebucht hatten und sich per Schiff von einer Adriainsel zur nächsten schaukeln ließen. „Auf der Antela Lora wurden wir königlich versorgt“, sagt Max Friedrich. „Dabei kamen starke Urlaubsgefühle auf, die die Schmerzen des Rennens schnell zur Nebensache werden ließen.“ Denn schmerzhaft war es, das viertägige Etappenrennen. Besonders der zweite Tag, an dem die Mountainbiker ganztägig mit Regen und Kälte zu kämpfen hatten. Auch das scharfkantige Gestein der Adriainseln machte Racern und Material zu schaffen und verursachte zahlreiche Defekte. Diese bekam vor allem Martin Schätzl zu spüren. Wegen anhaltender Defekte legte er einen guten Teil von Etappe zwei zu Fuß zurück und finishte gemeinsam mit seinem Partner Dennis Hussner an diesem Tag auf Platz 89 der 107 Teams umfassenden Kategorie Men Elite. Mit einer starken Leistung auf den anderen drei Etappen gelang es den beiden Racern trotzdem, sich in der Gesamtwertung Rang 48 zu sichern.

Gut harmonierendes Duo

Bei Max Friedrich und seinem Partner Thorsten Keller hingegen ging es in der Masters-Kategorie um einen Platz auf dem Podium. Nachdem sie am ersten Tag auf Platz vier ins Ziel gekommen waren, verbesserte sich das gut harmonierende Duo an den beiden folgenden Tagen kontinuierlich und sicherte sich mit der dritten Etappe das Leader-Trikot der Gesamtführenden in der Masters-Kategorie. Trotzdem reichte es an Tag vier aufgrund zweier Reifendefekte nicht zum Gesamtsieg. 3:28 Minuten betrug am Ende der Rückstand auf die kroatischen Sieger Ivan Mesaric und Pavao Roset.

Für Sabine Stampf, die im Februar und März aus gesundheitlichen Gründen nur sehr eingeschränkt trainieren konnte, begann die Rennsaison 2018 mit dem Kyffländer Marathon im thüringischen Bad Frankenhausen. „Nach der Zwangspause im Februar und März und kaum intensiven Kilometern auf dem Bike war der zweite Platz eine positive Überraschung, obwohl die zehn Sekunden zur Erstplatzierten doch etwas ärgerlich waren“, fasst sie das Rennen zusammen. „Noch besser als die Platzierung ist die Erkenntnis, dass der Körper mitspielt und bis jetzt keine Nachwirkungen von der Belastung zu spüren sind.“

In Boos fand der vierte und letzte Lauf des Bulls Cup statt. Mit dabei: tomotion-Nachwuchsfahrer Simon Hahn. „Am Ende landete ich auf Platz zehn der Elite Herren und auf Platz sieben in der Cup-Gesamtwertung.“

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