„Das Optimale herausgeholt“

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 Geburtstagskinder unter sich: EVL-Verteidiger Tobias Fuchs (von rechts) und Betreuer Walter Eisenberg.
Geburtstagskinder unter sich: EVL-Verteidiger Tobias Fuchs (von rechts) und Betreuer Walter Eisenberg. (Foto: CF)
Sportredakteur

Auf ein nahezu perfektes Wochenende blicken die EV Lindau Islanders zurück. Mit dem 7:3-Heimerfolg am Freitag gegen Selb und dem 3:2-Sieg nach Verlängerung zwei Tage später beim SC Riessersee machte der Eishockey-Oberligst nach dem vierten und fünften Spieltag der Hauptrunde einen Riesensprung in der Tabelle nach oben und steht aktuell auf Platz sieben. „Wir alle sind sehr erleichtert, dass wir die Punkte geholt haben“, sagte Sascha Paul am Montag. Genau gesagt waren es fünf Zähler, welche die Islanders gegen Spitzenmannschaften auf der Habenseite verbuchen konnten. Und anders, als in den beiden davor liegenden Jahren der Oberliga-Zugehörigkeit, mussten die EVL-Eishockeyfans diesmal nicht wieder mehrere Wochen auf eine dermaßen großen Punktausbeute warten.

Vor allem das 7:3 am Freitagabend vor heimischer Kulisse gegen die Selber Wölfe, durch das der bislang ungeschlagene Tabellenführer gestürzt wurde, war eine Sternstunde des Lindauer Eishockeysports. „Da hat alles gepasst“, so Paul rückblickend. Alleine viermal netzten die Lindauer in Überzahl ein, was auch auf die Umstellung von EVL-Headcoach Chris Stanley in der Verteidigung zurückzuführen ist. Überhaupt haben die EVL-Verantwortlichen, auch nach den ersten drei Niederlagen der Saison, „immer an die Mannschaft geglaubt“, versichert Sascha Paul.

Optimal harmonierte der Heimsieg gegen die Oberfranken mit dem Geburtstagskalender der Lindauer Eishockeyfamilie: Ex-Kapitän Tobias Fuchs feierte die 33. Wiederkehr seiner Geburt, der langjährige Weggefährte und Teambetreuer Werner Eisenberg vollendete am Freitag gar das 70. Lebensjahr – der EVL-Vorsitzende Bernd Wucher und Vertreter des Fanclubs Bodenseefighters überreichten nach Spielschluss und unter lautem Beifall der mehr als 600 Zuschauer dem Urgestein ein E-Bike und weitere Geschenke.

Knapper als gegen Selb ging es am Sonntagabend in Garmisch zu. Dort gastierte der EV Lindau beim DEL2-Absteiger SC Riessersee. „Es war ein glücklicher Sieg. Wir haben aus unseren Chancen das Optimale herausgeholt“, meint Sascha Paul zum 3:2 nach Verlängerung. Sowohl der erste als auch zweite Treffer der Gäste vom Bodensee resultierten aus Kontersituationen. Erst durchbrach Adrian Kirsch links die gegnerische Reihe und passte wunderschön auf den mitgeeilten Santeri Ovaska, der zur 1:0-Führung einschob. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich war es Garrett Milan, der nach schönem Zuspiel zum 2:1 traf. Nach erneutem Gleichstand und 60 gespielten Minuten hieß es 2:2, es ging in die Overtime. Hier überstanden die Lindauer zunächst ein Unterzahlspiel. Und nach Scheibengewinn kam der große Auftritt von Julian Tischendorf. Der beförderte per Handgelenkschuss den Puck über den Fanghandschuh von SCR-Goalie Daniel Fießinger ins Tor. „Eigentlich waren wir gegen Riessersee viel zu passiv. David Zabolotny hielt uns im Spiel“, lobte Paul den EVL-Torhüter für seine sehr gute Leistung.

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