Das größte Lob ist: „Das war superlecker“

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 Haben den Familiensonntag in vollen Zügen genossen (von links): Thomas, Thomas, Kathrin mit Lisa und Piet, Christian, Ramona, M
Haben den Familiensonntag in vollen Zügen genossen (von links): Thomas, Thomas, Kathrin mit Lisa und Piet, Christian, Ramona, Manfred und Carsten. (Foto: Susi Donner)
Susi Donner

„Von mir aus könnte an allen drei Tagen Familientag sein“, sagt Christian. Er besucht mit Freunden und Familie den Familiensonntag auf dem Lindauer Oktoberfest. Sie haben, so sagt er, bei so ziemlich allem mitgemacht, was geboten war. Sie waren gemeinsam beim „hervorragenden Mittagstisch“, haben Kaffee getrunken und Kuchen gegessen. Die Kinder Lisa und Piet waren beim Kinderschminken und sind jetzt als hübscher Tiger und gruseliger Zombie unterwegs. In der Hüpfburg sind sie gehüpft und mit dem wohl kleinsten Kinderkarussell im Landkreis gefahren (es gehört Wolfgang und Gertraud Merk, die beiden sind das Zauberer-Duo Chicago und bereichern seit vielen Jahren mit ihren entzückenden und nostalgischen Jahrmarktsattraktionen das Kinderprogramm beim Lindauer Oktoberfest). Auf dem Verkehrsübungsplatz neben dem Festzelt haben sie strahlend ihre Runden mit der Kindereisenbahn „Lummerland Hauptbahnhof“ der BWS-Modellbahngruppe Lindau, gedreht. „Und die Zuckerwatte war ganz wichtig“, ergänzt Kathrin und erzählt, dass sie auch getanzt haben. Denn den ganzen Tag war viel Musik geboten. Mittags hat die Bürgerkapelle Bruneck aus Südtirol aufgespielt, und später der Musikverein Obereisenbach. Andrea und Gero sind auch mit viel Familie unterwegs. Gero trägt stolz zehn schwarze Rosen und verkündet: „Die hat Andrea für mich geschossen.“. Und Brigitte und Josef Iblher erklären, dass das Lindauer Oktoberfest wunderschön sei, von der ersten bis zur letzten Minute.

1500 Essen in eineinhalb Stunden

Ein Satz, der kurz danach an anderer Stelle ganz ähnlich wiederholt wird: „Das war eines meiner schönsten Oktoberfeste“, seufzt Wiesn-Wirt Ralf Hörger. Es ist nun früher Sonntagabend auf dem Lindauer Oktoberfest und Hörger hat mit seiner Küchenmannschaft „einen Mittagstisch wie nie zuvor“ hinter sich. „Vor heute Mittag habe ich im Vorfeld besonders viel Respekt gehabt.“

1500 Essen in eineinhalb Stunden – es war Rush-Hour beim Oktoberfest. Eigentlich kaum machbar. Aber das Lindauer Wiesn-Küchenteam hat es möglich gemacht, den Gästen hat es an nichts gefehlt. „Die sind so cool. Ich bin stolz wie Bolle und so dankbar“, sagt Hörger und lobt auch die flotte und aufmerksame Servicecrew über den grünen Klee. Neben Hörger sitzen Karl Meßmer und Thomas Kottmayr. Beide schauen müde, aber zufrieden aus der Wäsche. „Das ganze Wochenende war klasse. Wir hatten großes Wetterglück. Das hat das Oktoberfest besonders schön und entspannt gemacht“, sagt Meßmer, der tatsächlich tiefenentspannt wirkt. Ist ja wieder einmal alles wunderbar gelaufen und gut gegangen. Er ist der Vorsitzende des Musikvereins Lindau/Aeschach-Hoyren, der das Lindauer Oktoberfest veranstaltet hat, und er ist verantwortlicher Organisator. Meßmer sagt, das, was das Oktoberfest außergewöhnlich mache, seien neben den netten Gästen vor allem die rund hundert engagierten Helfer, die mit ganzem Herzblut hinter ihrem Oktoberfest stehen. „Sie nehmen von Montag vor dem Fest, bis Mittwoch danach Urlaub. Das beeindruckt mich sehr. Und die Arbeit auf dem Oktoberfest geht von morgens halb acht, bis nachts um ein Uhr in einer Schicht durch“, sagt Meßmer und dankt nicht zuletzt den verständnisvollen Nachbarn des Festgeländes, die zu einem guten Teil das 54. Lindauer Oktoberfest ganz einfach mitgefeiert haben. Kottmayr, Wiesn-Manager, und neben Manuel Meßmer Verantwortlicher für den Auf- und Abbau, sowie drei Tage lang der Zapfer vom Oktoberfestbier, erzählt, dass rund 7000 Liter des kultigen Gebräus über den Tresen gegangen sind. Er freue sich vor allem, dass das gesamte Fest wieder absolut friedlich verlaufen ist. Gut sei der zusätzliche Getränkewagen im Freigelände gewesen, denn durch das schöne Wetter haben sich viele Gäste ausschließlich dort aufgehalten. Während sie die drei Tage Revue passieren lassen, geht das Fest langsam zu Ende. Im Biergarten spielt eine kleine Besatzung des Musikvereins zum Ausklang und es sind noch etliche Tische besetzt, aber so nach und nach verabschieden sich auch die letzten Gäste.

Viele kommen an den Tisch zu den drei Organisatoren, klopfen ihnen auf die Schultern und sagen: „Vielen Dank, schön habt ihr das wieder gemacht. Und das Essen war superlecker!“ Hörger strahlt und sagt „das ist unser schönster Lohn. Wenn es den Besuchern gefallen und geschmeckt hat.“

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