Darum kommt der Umbruch bei der SGLL früher als geplant

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Die Nachwuchsspieler des EV Lindau um Nicolas Weh müssen früher Verantwortung übernehmen als gedacht.
Die Nachwuchsspieler des EV Lindau um Nicolas Weh müssen früher Verantwortung übernehmen als gedacht. (Foto: Florian Wolf)
Lindauer Zeitung

Nicht nur bei den Lindau Islanders läuft es derzeit nicht rund, auch bei der zweiten Mannschaft, der SG Lindenberg/Lindau 1b, liegt einiges im Argen. Eigentlich war der erneute Einzug in die K.-o.-Runde das klare Saisonziel bei der SGLL, doch inzwischen hat sich die Ausgangslage stark verändert. „Die Ambitionen, um die Play-offs mitzuspielen, müssen wir wohl etwas zurückschrauben“, sagte Oliver Baldauf vor dem Bezirksliga-Saisonauftakt gegen die SG Königsbrunn am Freitagabend (Ergebnis zu Redaktionsschluss noch nicht bekannt).

Der Abteilungsleiter des TV Lindenberg meint damit nicht nur den überraschenden Rücktritt von Trainer Matthias Schwarzbart während der Vorbereitung. Auch im Kader hat es Veränderungen gegeben. Aus persönlichen Gründen stehen die drei Routiniers Andy Hops, Moritz Grättinger und Mario Kustor in dieser Saison nicht zur Verfügung. „In der Verteidigung reißt das eine ordentliche Lücke“, sagt Baldauf. Zudem sind die Verletzungen von Daniel Pfeiffer und Mike Sabautzki doch hartnäckiger als gedacht. Es sieht nicht danach aus, dass beide rasch zurück aufs Eis kommen werden.

Das bedeutet: Der Umbruch, den es ohnehin irgendwann hätte geben müssen, kommt nun früher als geplant. Anstatt die aus dem Nachwuchs des EV Lindau gekommenen Lasse Kainz, Paul Ockert, Noel Willham, Nicolas Weh, Richard Künnemann und Tim May sanft an den Herrenbereich heranführen zu können, müssen diese gleich voll in die Bresche springen. Das sei eine Herausforderung, biete aber auch neue Chancen, sagt Baldauf. Zumal die jungen Spieler ihre Sache bislang gut machen. „Sie sind im Training voll engagiert“, lobt er.

Für den Lernprozess ist es sicher kein Nachteil, dass die SGLL durch den neuen Spielmodus gegen jeden Gegner dreimal antritt und somit 21 Ligaspiele hat. „Wenn du ein Spiel verbockst, hast du immer noch zwei Chancen“, sagt Baldauf vor dem Auftaktwochenende. Die sportliche Marschroute werden dabei wie zuletzt die Interimstrainer Patrick Prell und Manuel Merk vorgeben. Möglicherweise tut sich aber hier bald noch was: Eine andere, dauerhafte Lösung für das vakante Amt ist laut Baldauf in Aussicht.

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