Daniele Kraft: Zecher kämpfen weiter für Bahnhalt

Lesedauer: 3 Min
Lindauer Zeitung

Ein Bahnhalt Lindau-Zech ist in einem Schreiben des bayerischen Verkehrsministers Hans Reichhart (CSU), wie zuvor schon von Klaus-Dieter Josel, dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn für den Freistaat Bayern, vorerst abgelehnt worden. Kreisrätin Daniele Kraft (CSU) will aber weiter für eine Haltestelle kämpfen. „Der Bahnhalt Lindau-Zech ist zwar abgelehnt, aber noch nicht aufgegeben“, schreibt Kraft in einer Stellungnahme.

In den Ablehnungsschreiben steht laut Kraft, dass bei Untersuchungen neuer Stationen zuerst immer erst die fahrplantechnische Machbarkeit geprüft werde. Dadurch erübrigen sich die wesentlichen aufwändigeren Untersuchungen zum Fahrgastpotential, zur Wirtschaftlichkeit und Machbarkeit. Zu diesem Ergebnis kommen neben der ÖBB, auch die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) und die DB Netz AG. Deshalb sei zwischen Lindau-Reutin und Bregenz kein weiterer Halt sinnvoll, der sich in den Fahrplan integrien lässt.

Diese Antwort stößt laut Daniele Kraft auf Befremden, denn in den 90er-Jahren habe die BEG den Auftrag der Staatsregierung bekommen, dafür Sorge zu tragen, dass der Nahverkehr die steigende Mobilitätsanforderung unserer Gesellschaft erfüllt. Zahlen wie 1650 Einwohner in Zech, mehrere Tausende Buchungen im Campingplatz pro Saison, zwei große neue Baugebiete, drei Hotels, fast 1000 Beschäftigte bei Cooper Standard, sowie etwa 300 Mitarbeiter bei der Firma Engie werden wegen fahrplantechnischer Machbarkeit ignoriert, kritisiert Kraft laut der Pressemitteilung. Fahrzeiten sseien ind wichtiger als die Möglichkeit, per Bahn Richtung Lindau und in die Kulturhauptstadt Bregenz staufrei und umweltfreundlich zu gelangen.

Gerade der Stadtteil Zech sei mit dem grenzüberschreitenden und von der Autobahn kommenden Verkehr stark belastet. „Erfreulich und hoffentlich weiter im Fokus ist die Zusage des Oberbügermeisters Dr. Ecker der Stadt Lindau und ihren politischen Entscheidungsträgern, den Bahnhalt in Zech zu unterstützen und weiterzubringen“, sagt Kraft. Die Bürger würden erwarten, dass die Fahrgäste und nicht nur die fahrplantechnische Machbarkeit bei den zuständigen Entscheidungesträger der Bahn in die Planung aufgenommen werden sagt Kraft weiter und versichert: „Ein Bahnhalt in Lindau-Zech wird weiter auf der Wunschliste der Zecher stehen.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen