Couragierter Auftritt wird nicht belohnt

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Sportredakteur

Viele offene Fragen rund um die Vergabe der Play-off-Plätze in der Eishockey-Oberliga Süd sind am vergangenen Spielwochenende der Meisterrunde beantwortet worden. Tabellenführung Peiting benötigt noch einen Punkt, um Platz eins gegen Regensburg abzusichern. Die Eisbären feilschen derweil zusätzlich mit Landshut um den zweiten Platz. Die Ränge vier (Rosenheim), sieben (Weiden) und acht (Lindau) sind vergeben. Und eine Vorentscheidung darüber, wer am Ende von Platz fünf oder sechs aus ins Duell gegen die Topteams der Oberliga Nord einsteigt, fällt im direkten Aufeinandertreffen der Indians aus Memmingen, die den Tabellennachbarn Selber Wölfe empfangen.

Die EV Lindau Islanders, die am Freitagabend Spitzenreiter EC Peiting zu Gast hatten und trotz der 2:3-Niederlage eine mehr als ansprechende Leistung boten, können sich am nächsten Freitagabend gegen den EV Landshut und damit gleich den nächsten Topclub messen. Immerhin steht der „große EVL“ der Liga, wie das Team von Axel Kammerer im Lindauer Lager respektvoll genannt wird, noch unter Druck und ist auf Punkte angewiesen, um die Ausgangslage nochmals zu verbessern.

Für die Lindauer ist die Partie gegen Landshut aus einem ganz anderen Grunde wichtig. Da die Mannen von Chris Stanley schon eine Woche später zum ersten Play-off-Achtelfinalspiel in den Niederlanden antreten müssen, kommt das letzte Heimspiel der laufenden Meisterrunde am 8. März (19.30 Uhr, Eissportarena im Eichwald) gegen die Niederbayern für die Mannschaft des EVL-Spielertrainers einem weiteren Härtetest gleich.

Gegen Peiting lieferten die Lindauer eine Klasse Partie ab und hätten sich mindestens einen Punkt verdient gehabt. 42 Schüsse gaben die Islanders auf das von Goalie Florian Hechenrieder gehütete Gästetor in der Summe ab (Peiting: 29) und vergaben eine ganze Reihe an teils hochkarätigen Tormöglichkeiten. „Die Zuschauer haben heute ein sehr gutes Oberligaspiel mit einem starken Gastgeber gesehen. Die Lindauer waren heiß, haben gut gekämpft und gut gespielt“, lobte ECP-Headcoach Sebastian Buchwieser, der von einem „etwas glücklichen Sieg“ seiner Mannen sprach, den Auftritt der gegnerischen Islanders.

Sehr unglücklich und noch etwas mitgenommen wirkte Chris Stanley nach dem 2:3 gegen die Oberbayern, auch wenn er mit der Leistung seiner Schützlinge „richtig, richtig zufrieden“ war. Ganz dicht dran war der EVL an Zählbarem. „Das ist schon hart für die Mannschaft. Wir hätten einen Punkt verdient gehabt“, sagte er über den dritten Gegentreffer. Den markierte Simon Maier 80 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit und machte somit die Hoffnungen der Lindauer aufs Erreichen der Overtime endgültig zunichte.

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