Claudia Alfons steht voll hinter der Gartenschau

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 Claudia Alfons.
Claudia Alfons. (Foto: Stefan Alfons)
Lindauer Zeitung

Die Debatte um die Ausrichtung der Gartenschau sei gut und wichtig, schreibt Oberbürgermeister-Kandidatin Claudia Alfons (FDP, BU und LI). Dass die Gartenschau in Lindau stattfinden solle, stehe aber außer Frage. Und dafür gebe es mehrere Gründe.

„Als Nobelpreisträger-Stadt sollte Lindau beim Thema Umwelt- und Klimaschutz mit Esprit und Innovationskraft vorangehen“, schreibt Alfons in einer Pressemitteilung am Freitag. Man könne die Gartenschau nutzen, um zu zeigen, dass städtisches Leben, Tourismus und Nachhaltigkeit zusammen funktionieren können. Daher habe sie sich schon im Dezember für die Veranstaltung ausgesprochen. „Zeigen wir lokale Lösungen für nachhaltige Mobilität, klimafreundliches städtisches Leben und nachhaltige Landwirtschaft und lassen wir Lindau so auch wieder durch Innovationsfähigkeit und gelebte Werte strahlen“, so Alfons weiter.

Nicht nur als Juristin, sondern auch als OB-Kandidatin sei es ihr außerdem wichtig, dass Verträge eingehalten würden. „Lindau muss ein verlässlicher Partner für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sein. Wir dürfen nicht aufgrund eigener politischer Versäumnisse unseren guten Ruf riskieren“, schreibt Alfons. Die Debatte um Parkplätze und Gartenschau auf Kosten der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der „Natur in Lindau 2021“ und der Stadtverwaltung auszutragen, sei sachlich nicht richtig und widerspreche dem Grundsatz des respektvollen Miteinanders.

Anstelle von Schuldzuweisungen, plädiert Alfons für einen konstruktiven Ansatz, der die Sorgen der Lindauer Bürgerschaft, Gewerbetreibenden und Beschäftigten ernst nimmt. „Wie ursprünglich angekündigt sind die wegfallenden Parkplätze inselnah zu ersetzen, damit wir die Gartenschau gemeinsam als Chance für Lindau nutzen können.“ Mit der Gartenschau könne sich Lindau als lebendige Stadt präsentieren, die die Herausforderungen von Klimawandel, Verkehrswende, bezahlbarem Wohnraum, sterbenden Innenstädten und demographischem Wandel entschlossen angeht und dafür neue, undogmatische Lösungen präsentiert.

Aus der aktuellen Debatte will Alfons aber auch lernen. „Ideen, Bedenken und Fragen müssen künftig frühzeitig auf digitalen wie analogen Beteiligungswegen, zum Beispiel über Online-Plattformen, eine Bürger-App und Vor-Ort-Termine, eingebracht werden können“, schreibt sie. „Informationen sind keine Holschuld der Bürger, sondern eine Bringschuld der Politik.“

Klarstellen will Alfons auch: Als sie von 15 Interessierten bei einem Gartenschau-Rundgang gesprochen habe, habe sie nicht von einem konkreten Rundgang gesprochen, „ sondern von den immer selben interessierten Bürgern, die durch die bislang angebotenen Formate angesprochen werden.“

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