Bundespolizei weist Albaner zurück

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Zwei Polizisten
Die Polizei weist einen Albaner zurück in sein Heimatland. (Foto: Symbol: Silas Stein, dpa)
Lindauer Zeitung

Die Bundespolizei hat am Samstag einen albanischen Staatsangehörigen mit dem Flugzeug in sein Heimatland zurückgewiesen. Der Südosteuropäer hatte nach Angaben der Beamten versucht, am Freitag über den Grenzübergang Hörbanz unerlaubt einzureisen.

Die Lindauer Bundespolizisten schnappten den 31-Jährigen bei einer Kontrolle an der A 96. Der Mann saß in einem Kleinbus mit albanischer Zulassung. Bei der Kontrolle legte der Mann den Beamten einen erst drei Tage zuvor ausgestellten Reisepass vor. Da der Pass einen Einreisestempel vom Vortag enthielt, befand sich der Reisende scheinbar erst am Anfang seiner 90-tägigen visafreien Kurzaufenthaltsdauer im Schengenraum. Die Bundespolizisten konnten allerdings ermitteln, dass der Albaner bereits Mitte Dezember von Prümer Bundespolizisten an der Grenze zu Belgien wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthaltes angezeigt worden war. Damals hatte der Beschuldigte seine visafreie Kurzaufenthaltsdauer bereits um 34 Tagen überschritten. Außerdem hatte sich der Mann mit einem anderen Reisepass ausgewiesen.

Durch seinen neuen Reisepass wollte der Verdächtige vermutlich über die bereits überschrittene Aufenthaltsdauer hinwegtäuschen. Der 31-Jährige hätte erst Mitte März erneut visumsfrei einreisen dürfen, schreibt die Polizei. Angeblich hatte der Mann allerdings seinen alten Reisepass verloren. Die Bundespolizisten zeigten den Albaner erneut wegen versuchter unerlaubten Einreise an und nahmen ihm 1000 Euro Sicherheitsleistung für die Rückführungskosten ab. Bereits am nächsten Morgen saß der Albaner in einem Flugzeug nach Tirana.

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