Betonklötze an der Lindauer Inselhalle dienen der Sicherheit

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Wenn die Inselhalle eröffnet ist, werden die Betonklötze wieder weggeräumt.
Wenn die Inselhalle eröffnet ist, werden die Betonklötze wieder weggeräumt. (Foto: dik)
Luisa Gruber

Auf dem großzügig angelegten Therese-von-Bayern-Platz vor der Inselhalle stehen seit Ende Juni kniehohe Betonklötze. Diese wurden laut Jürgen Widmer, Pressesprecher der Stadt, zur Nobelpreisträgertagung aufgestellt. Grund dafür sei, so Widmer, neben der Tendenz, dass viele den Vorplatz der Inselhalle als Parkplatz nutzen wollen, die außergewöhnliche Gefährdungslage. „Bis zur Eröffnung der Inselhalle durch Markus Söder lassen wir sie deshalb stehen.“

Die Sicherheitsvorkehrungen bedeuten aber nicht zwangsläufig eine erhöhte Terrorgefahr. Widmer meint, dass es schon immer eine hohe Gefährdungslage für hochrangige Politiker gegeben habe und sich niemand durch die entsprechenden Schutzmaßnahmen beunruhigen lassen solle. Nach der Veranstaltung am Mittwoch werden die Betonklötze vorerst wieder abgebaut. Falls der Platz erneut gesichert werden muss, können diese aber jederzeit wieder aufgestellt werden. Einen Hinweis auf eine konkrete Gefahr gibt es laut Polizeisprecher Christian Eckel am Mittwoch nicht. Wie viele Polizisten bei der Eröffnung im Einsatz sein werden, darf er aus taktischen Gründen nicht verraten.

Am Mittwoch um 17.30 Uhr wird Söder am Festakt zur Eröffnung der neuen Inselhalle auf der Lindauer Insel teilnehmen. Zuvor soll es ein Gespräch mit Landwirten geben, bei dem vor allem Obstbauern und Berufsfischer dem Ministerpräsidenten ihre Probleme schildern wollen. Sowohl dieses Treffen als auch der Festakt in der Inselhalle ist nur für geladene Gäste. Jeder Interessierte ist dagegen eingeladen, wenn Söder ab 19 Uhr im Skywalk in Scheidegg sprechen wird. Die CSU lädt dazu insbesondere Parteimitglieder, aber auch jeden Landkreisbürger ein. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Kurhaus Scheidegg statt.

Gegner der CSU haben für den Söder-Besuch eine Demonstration angekündigt. Unter dem Motto „Söder kommt – wir auch“ ruft die Initiative „Keine Stimme für Rassismus“ zur Protestaktion „für eine offene bunte Insel“ und „gegen fremdenfeindliche Machtpolitik der CSU“ auf. Die Demonstration ist nicht, wie von den Veranstaltern zunächst angekündigt, auf dem Therese-von-Bayern-Platz. Sie beginnt um 16.30 Uhr Auf der Mauer und in der Zwanziger Straße.

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