Bei den Islanders ist es Zeit für neue Vorsätze

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 Der Einsatz der EV Lindau Islanders (Linus Lundström) stimmte, das Resultat nicht. Die Islanders verloren gegen die Eisbären Re
Der Einsatz der EV Lindau Islanders (Linus Lundström) stimmte, das Resultat nicht. Die Islanders verloren gegen die Eisbären Regensburg (Peter Holmgren) mit 3:4. (Foto: Christian Flemming)
Martin Deck

EV Lindau Islanders – Eisbären Regensburg 3:4 (0:0, 0:3, 3:1)

Tore: 0:1 (21:40) Nikola Gajovsky (Divis, Heger), 0:2 (25:02) Nikola Gajovsky (Divis, Heger), 0:3 (31:53) Erik Keresztury (Flache, Weber), 1:3 (41:19) Dominik Ochmann (Lundström, Widen), 2:3 (57:49 ÜZ) Andreas Farny (Schwamberger, Klingler), 2:4 (58:43) Constantin Ontl (Flache), 3:4 (59:22) Linus Lundström

Strafen: Lindau 12 Minuten, Regensburg 10 Minuten.

Der Jahreswechsel ist traditionell die Zeit für gute Vorsätze. Für die EV Lindau Islanders kann das Ziel nur heißen, eine neue Erfolgsserie zu starten. Was anderes bleibt dem Eishockey-Oberligisten nach der unglücklichen 3:4-Heimniederlage am Sonntagabend gegen die Eisbären Regensburg gar nicht übrig. Nach zuletzt fünf Siegen in Folge (vier auf dem Eis, einer am grünen Tisch) kassierten die Islanders im ersten Spiel des neuen Jahres ihre erste Pleite seit dem 15. Dezember (1:5 gegen Rosenheim). „Das ist sehr schade. Wir haben eigentlich gut begonnen, haben uns im zweiten Drittel aber drei individuelle Fehler erlaubt, die eine Spitzenmannschaft wie Regensburg leider eiskalt ausnutzt“, meinte EVL-Coach Gerhard Puschnik nach dem couragierten Auftritt seiner Mannschaft.

In der Tat starteten die Lindauer mit dem Selbstvertrauen ihrer jüngsten Erfolge gut in die Partie und drängten den Favoriten aus Regensburg weit in dessen Drittel – wirklich gute Möglichkeiten sprangen dabei jedoch nicht heraus. Den Gästen war in den Anfangsminuten hingegen anzumerken, dass es ihr erstes Spiel seit Mitte Dezember war. Nachdem sich 13 Teammitglieder mit Covid-19 infiziert hatten, mussten die Eisbären zwei Wochen in Quarantäne verbringen. Mit zunehmender Spieldauer kamen die Gäste aber besser in die Partie und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell zwischen der besten Mannschaft der vergangenen Saison (Regensburg) und dem wohl aktuell heißesten Team der Liga (Lindau). Dabei wurde die Partie aber zumindest im ersten Drittel von den starken Abwehrreihen dominiert. Auch aus ihren Powerplays schlugen die Teams kein Kapital.

Im zweiten Durchgang zeigten die Gäste, weshalb sie nun zwölf ihrer ersten 13 Saisonspiele gewonnen haben und dass sie von ihrer Offensivpower auch in der Quarantäne nichts verloren haben. Nachdem die Islanders ein Überzahlspiel erneut ungenutzt ließen, fiel auf der anderen Seite das erste Tor des Abends: Regensburgs Torjäger Nikola Gajovsky traf zum 1:0 (22.). Nachdem Fabian Herrmann ein gute Chance auf das 2:0 hatte liegen lassen, war der Tscheche erneut zur Stelle und erhöhte mit seinem zweiten Treffer für die Eisbären (26.). Spätestens beim 3:0 von Erik Keresztury (32.) zeigten die Regensburger, dass ihre Abläufe nach der Zwangspause wieder stimmen. Die Gäste dominierten nun klar die Partie, wohingegen die Lindauer sich zwar mühten, offensiv jedoch kaum Akzente setzen konnten.

Es dauerte bis ins letzte Drittel, ehe die Islanders im neuen Jahr das erste Mal jubeln durften. Dominik Ochmann verkürzte im Vier-gegen-vier auf 1:3 (42.) und sorgte so für neuen Schwung im Lindauer Spiel. Allerdings ließen Nikolas Oppenberger (45.) und Daniel Schwamberger (46.) beste Möglichkeiten liegen. Erst zwei Minuten vor der Schlusssirene gelang EVL-Kapitän Andreas Farny im Powerplay das 2:3. Die Hoffnung keimte aber nur kurz: Fast im Gegenzug sorgte Constantin Ontl mit dem 4:2 für die Entscheidung zugunsten der Regensburger. Der erneute Anschluss von Linus Lundström – sein erstes Tor im Trikot der Islanders – 38 Sekunden vor Schluss kam zu spät. So durften die Eisbären trotz schwindender Kräfte verdient ihre erfolgreiche Rückkehr aufs Eis bejubeln.

Dennoch war Puschnik einigermaßen zufrieden: „Man hat gesehen, was in der Mannschaft steckt. Wir konnten mit dem Meisterschaftsfavoriten weitgehend mithalten.“ Schon am Mittwoch (18 Uhr/Sprade TV) haben die Islanders die Chance zur Revanche – dann in Regensburg.

EV Lindau Islanders – Eisbären Regensburg 3:4 (0:0, 0:3, 3:1)

Tore: 0:1 (21:40) Nikola Gajovsky (Divis, Heger), 0:2 (25:02) Nikola Gajovsky (Divis, Heger), 0:3 (31:53) Erik Keresztury (Flache, Weber), 1:3 (41:19) Dominik Ochmann (Lundström, Widen), 2:3 (57:49 ÜZ) Andreas Farny (Schwamberger, Klingler), 2:4 (58:43) Constantin Ontl (Flache), 3:4 (59:22) Linus Lundström

Strafen: Lindau 12 Minuten, Regensburg 10 Minuten.

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