Auch der BUND Naturschutz will der Leiblach mehr Raum geben

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Die Leiblach soll bei Zech mehr Platz bekommen.
Die Leiblach soll bei Zech mehr Platz bekommen. (Foto: archiv Julia Baumann)
Lindauer Zeitung

Der Grenzfluss zwischen Lindau und Vorarlberg ist in einem schlechten Zustand. Das Wasserwirtschaftsamt plant daher, dem Fluss in Zech mehr Raum zu geben. Während das vielen Zechern gar nicht behagt, spricht sich der BUND Naturschutz (BN) nun für die Maßnahme aus.

Mit der Deichrückverlegung werde der Leiblach an dieser Stelle mehr Raum für Dynamik gegeben, schreibt der BN in einer Pressemitteilung. „Die Leiblach ist – wie die allermeisten unserer Flüsse – in ihrem Verlauf verändert. Die Bebauung ist teilweise nahe an den Fluss herangerückt und hat an anderer Stelle kaum Platz, über die Ufer zu treten“, heißt es in dem Schreiben. Natürliche Auenstandorte seien sehr selten geworden. Deshalb hat der BUND Naturschutz (BN) keine grundsätzlichen Einwendungen gegen das Vorhaben, auch wenn damit zunächst größere Eingriffe vor allem in den Baumbestand verbunden sind.

Es gibt allerdings einige Anregungen von Seiten des BN, wie der stellvertretende Vorsitzende Maximilian Schuff und Gebietsbetreuerin Isolde Miller in einer Stellungnahme schreiben. Sie fordern eine intensive ökologische Baubegleitung nicht nur bei den Baumfällungen zum Schutz von Fledermäusen in potentiellen Winterlebensräumen. Sie sei bei der Gesamtmaßnahme von Wichtigkeit, vor allem bei der Verlagerung des Deiches um Schäden an den zu erhaltenden Bäumen zu vermeiden und die Bodendecke möglichst zu schonen.

Da in den Unterlagen auf eine grenzüberschreitende Planung für die Leiblach hingewiesen werde, möchte der BN wissen, ob dieses Konzept auch Maßnahmen auf österreichischer Seite beinhalte, die beispielsweise im Wiesenbereich oberhalb der Firma Rupp umgesetzt werden könnten. Dies wäre eine gute Ergänzung der Maßnahmen im Bereich Zechwald und würde alle Anrainer gleichermaßen in die Pflicht zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie nehmen.

Auf den neu geschaffenen Kiesbänken soll Lebensraum für seltene Tierarten geschaffen werden. Wie sich das dann mit der gleichzeitigen Öffnung der Uferbereiche für die Öffentlichkeit verträgt, sollte naturschutzfachlich beobachtet werden, so die Anregung des BN.

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