Als der Lindauer Albert Kinkelin von einem Riesen-Hafen geträumt hat

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So hat sich der Lindauer Albert Kinkelin eine Erweiterung des Hafens vorgestellt.
So hat sich der Lindauer Albert Kinkelin eine Erweiterung des Hafens vorgestellt. (Foto: Sammlung Winfried Schlegel)
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Es gab schon immer Lindauer, die groß gedacht haben, manche sogar sehr groß. Zu denen hat offensichtlich auch der Kaufmann Albert Kinkelin gehört, der sein Geschäft am Reichsplatz geführt hat und dort auch quasi offizielle Anlaufstation für Gäste waren, die eine Auskunft gebraucht haben. Kinkelin war auch Vorsitzender des Gemeinnützigen Vereins und 1909 auch Vize-Vorsitzender der Vereins zum Schutze für Handel und Gewerbe. Damals, kurz vor dem Ersten Weltkrieg, waren die Zeiten aufregend in Lindau. Es gab hitzige Diskussionen über den geplanten Bau eines neuen Bahnhofs, der letztlich 1913 begann, und darüber, wie die Stadt Kapital aus dem beginnenden Tourismus schlagen könnte. Kinkelin hat offensichtlich eine ganz große Lösung im Kopf und hat diese als Plan gezeichnet oder hat diesen zeichnen lassen. Mit einem Satz erklärt er seinen Plan, der das Datum 27. November 1909 trägt: „Anregung zu einem neuen Entwurf für einen Hafen-Erweiterungs- und Trajekt- & Rheinschiffhafen-Neubau, in Verbindung der Erstellung des neuen Stadtbahnhofes, Lagerhäusern, Schlacht- & Viehhof, einer zweiten neuen Kaserne, unter Berücksichtigung der Beibehaltung der Bahnhof-anlagen & späteren Errichtung eines Kurhauses, Park-Anlagen am See, Uferstrasse, Motor- und Segel-Yacht-Hafen & städtische Badeanstalten.“ Foto: Sammlung Winfried Schlegel

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