Alles, was man über Kanäle wissen muss

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Im Foyer der Inselhalle zeigen die Aussteller die ganze Vielfalt der Branche.
Im Foyer der Inselhalle zeigen die Aussteller die ganze Vielfalt der Branche. (Foto: JT-elektronik/Ulrich Stock)
Lindauer Zeitung

Die Kanalisationsbranche trifft sich am Donnerstag und Freitag, 14. und 15. März, zum 32. Lindauer Seminar in der Inselhalle. An den beiden Tagen widmet sich der Branchentreff in diesem Jahr vor allem dem Thema „Praktische Kanalisationstechnik – Zukunftsfähige Entwässerungssysteme“, wie der Veranstalter mitteilt.

Im Jahr 1986 aus der Taufe gehoben hat sich das Lindauer Seminar längst zu einer festen Größe in der Kanalisationsbranche entwickelt. An den beiden Tagen wird die rundum erneuerte Inselhalle wieder zum bedeutendsten Fachtreffen der Siedlungsentwässerung im deutschsprachigen Raum. Das Branchenforum liefert einen Einblick in neue Herausforderungen und innovative Lösungen der Siedlungsentwässerung. Der Veranstalter, die JT-elektronik GmbH aus Lindau, erwartet zur Neuauflage des Branchentreffs wiederum rund 500 Teilnehmer und über 70 ausstellende Unternehmen.

Sonja Jöckel, Geschäftsführerin der JT-elektronik GmbH: „Wir freuen uns schon jetzt, im März unsere vielen Stammgäste, besonders aber auch neue Interessierte in Lindau begrüßen zu dürfen. Auf die Tagungsteilnehmer wartet auch diesmal wieder eine Vielzahl interessanter und spannender Themen im Vortragsprogramm, das traditionell von einer umfangreichen Ausstellung rund um innovative und effiziente Abwassertechnik begleitet wird. Wir sind überzeugt, dass unsere Gäste wie auch die Aussteller vom großzügigen Raumkonzept der neuen Inselhalle Lindau und den damit verbundenen Präsentationsflächen profitieren werden. Kurzum: Das Lindauer Seminar bietet Infoplattform und Erfahrungsaustausch an einem Ort.“

Regierungspräsident Klaus Tappeser eröffnet das Forum

Eröffnet wird das Lindauer Seminar in diesem jahr vom Regierungspräsidenten des Regierungsbezirks Tübingen, Klaus Tappeser. Er wird über den „Klimawandel in einer Gesamtbetrachtung“ referieren. Im darauffolgenden Themenspektrum der beiden Seminartage spiegelt sich die ganze Vielfalt der Branche wider – beginnend mit der Stadtentwässerung über Abwassergebühren, Qualität der Siedlungsentwässerung, Fremdwasserreduktion und Kosten im Kanalbetrieb bis hin zur Kanalsanierung, heißt in der Pressemiteilung weiter.

Insgesamt gibt es sechs Vortragsblöcke

Beliebt ist das Branchenforum vor allem wegen seiner Themenvielfalt, die in sechs Vortragsblöcken vorgestellt wird. In diesem Jahr widmet sich der erste Block den „Strukturellen Veränderungen in der Stadtentwässerung“ und der Frage, wie auf neue Anforderungen reagiert werden kann. Im zweiten Vortragsblock geht es um die Finanzierung der Abwasserbetriebe im Zusammenhang mit der aktuellen Gebührensituation. „Qualität und Qualifikationsanforderungen in der Siedlungsentwässerung“ sowie „Dichte öffentliche und private Entwässerungssysteme“ sind weitere Themen des ersten Seminartages. Weiter geht es am nächsten Vormittag mit zwei Vortragsblöcken rund um „Entwicklungen und Kostenstrukturen im Kanalbetrieb“ sowie um das Dauerthema „Kanalsanierung“.

Wie in den Seminaren zuvor finden sich unter den Referenten namhafte Dozenten deutscher Universitäten und Hochschulen, darunter Professor Max Dohmann (Aachen), Professor Karsten Körkemeyer (Kaiserlautern), Professor F. Wolfgang Günthert (München) und Professor Karsten Kerres (Aachen), ebenso zahlreiche Vertreter und Fachleute kommunaler Betriebe, Verbände und Ingenieurbüros wie zum Beispiel der technische Betriebsleiter der Stadt Dortmund, Christian Falk, der Vorstand der Ammersee Wasser- und Abwasserbetriebe (AWA), Hermann Doblinger, die Direktorin des Bayerischen Gemeindetags, Juliane Thimet, oder auch Martin Wolf von der SiwaPlan Ingenieurgesellschaft mbH in München. Vertreten ist auch einer der größten Zweckverbände Deutschlands, der Ruhrverband (Essen), und zwar durch Professor Norbert Jardin, Vorstand für Technik Flussgebietsmanagement.

Mehrere Gründe machen das Lindauer Seminar laut Veranstalter so beliebt: Es versammelt ein kenntnisreiches Fachpublikum aus allen Bereichen – aus Behörden, Kommunen, Planungsbüros, produzierenden und dienstleistenden Unternehmen ebenso wie aus Forschungsinstituten. Zusätzliche Inspiration bieten die Präsentationen von mehr als 70 Fachunternehmen. Neu in 2019 ist das Kurzvortragsprogramm vieler ausstellender Firmen, in dem diese über ihre Neuheiten, Weiterentwicklungen und Innovationen berichten. Trotz des facettenreichen Seminarprogramms bleibt noch genügend Raum für Erfahrungsaustausch und persönliches Kennenlernen, etwa beim gemeinsamen Essen oder auch bei einem Besuch im Unternehmen des Veranstalters, der JT-elektronik.

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