Al Jazeera dreht Doku über Lindauer Adnan Wahhoud

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Nach den Dreharbeiten des Al-Jazeera-Teams in der Lindauer Redaktion: (von links) die beiden Assistenten Safaa Jumaa und Omar K
Nach den Dreharbeiten des Al-Jazeera-Teams in der Lindauer Redaktion: (von links) die beiden Assistenten Safaa Jumaa und Omar Khalifa, Kameramann Rabih Darwish, Regisseur Nasser Farghaly, Adnan Wahhoud und Dirk Augustin. (Foto: Evi Eck-Gedler)

Nicht alltäglichen Besuch hat am Donnerstag die Redaktion der Lindauer Zeitung erhalten: Ein Team des arabischen Senders Al Jazeera dreht derzeit eine Dokumentation über arabischstämmige Menschen, die in Europa erfolgreich Wurzeln geschlagen haben. Einer von ihnen ist der Lindauer Adnan Wahhoud.

Der Deutsch-Syrer ist lange Jahre Entwicklungsingenieur der Lindauer Dornier gewesen und hat, als er in Rente ging, damit begonnen, in seinem vom Bürgerkrieg zerstörten Geburtsland Syrien mehrere medizinische Ambulanzen und eine Waisenkinderhilfe aufzubauen. Regisseur Nasser Farghaly hat für diese Dokumentation jetzt auch den Redaktionsleiter der Lindauer Zeitung, Dirk Augustin, interviewt.

Die LZ berichtet seit dreieinhalb Jahren regelmäßig über das humanitäre Engagement Wahhouds, den Aufbau und die Arbeit seiner inzwischen sieben Medical Points zwischen Aleppo und Idlib, seine Reisen dorthin, aber auch über die Hilfe des 65-jährigen Lindauers für mittlerweile über 250 Halb- und Vollwaisen im Nordwesten Syriens.

Viele Leser sind beeindruckt von Wahhouds Einsatz – und spenden für dessen Arbeit. Auch aus der Weihnachtsspendenaktion der Schwäbischen und Lindauer Zeitung hat Adnan Wahhoud gut 4300 Euro für die Ambulanzen erhalten. Weitere Stationen des Al-Jazeera-Teams in Deutschland waren bisher die TH Aachen, an der Wahhoud studiert hat, und die Lindauer Dornier. Geplant sind zudem Aufnahmen in den Lindauer Friedensräumen sowie der Stadt Krumbach, deren Bürger ebenfalls eine Ambulanz in Syrien über Spenden finanzieren.

Lindauer war während des Giftgasangriffs in Syrien

Der Giftgasangriff in Syrien hat weltweit für Entsetzen gesorgt. Adnan Wahhoud aus Lindau war zum Zeitpunkt des Angriffs nur wenige Kilometer vom Anschlagsort entfernt. Der Deutsch-Syrer reist alle zwei Monate nach Syrien. Adnan Wahhoud erzählt, wie er den Giftgasanschlag erlebt hat und warum er regelmäßig in das Kriegsgebiet reist.

Giftgasanschlag in Syrien entsetzt den Lindauer Adnan Wahhoud

Adnan Wahhoud unterhält sieben sogenannte Medical Points in Syrien. Bei seiner Reise dorthin, wo er Gehälter auszahlen und Medikamente überbringen wollte, sah er die Einschläge der Giftgasbomben. Ein Erfahrungsbericht von vor Ort.

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