Aktionstag gibt Sicherheit im Verkehr

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Milan Donner

Wie verhält man sich sicher im Straßenverkehr? Warum ist es wichtig, sich im Auto anzuschnallen? Diese und weitere Fragen haben Profis am vergangenen Mittwoch bei einem Verkehrssicherheitstag in der Kita St. Maria in Zech beantwortet. Die Kita hatte sich für das Entdecker-Paket „Verkehrssicherheitstraining - Sicher sausen“ der Lechwerke AG beworben und den Zuschlag erhalten.

Ehrenamtliche Mitarbeiter der Kreisverkehrswacht aus Aichach-Friedberg erklärten den Kindern die richtigen Verhaltensregeln im Straßenverkehr und führten mit ihnen einige Übungen zu Motorik und Wahrnehmung durch. Auch die Lindauer Grenzpolizei und die Deutsche Verkehrswacht Bayern waren durch Alexander Pfaff und Ulfried Müller vertreten.

Die Lechwerke AG sponsert im Rahmen ihrer Bildungsinitiative das „3malE“ Kita-Entdecker-Programm. Unter dem Motto „Entdecken, Erforschen, Erleben“ bietet „3malE“ Kindergärten, Schulen und Hochschulen Projekte, Fortbildungsangebote und Materialien. Darunter fällt auch der Verkehrssicherheitstag, den die Keisverkehrswacht in Zech durchführte. „Wir haben schon über 40 solcher Aktionen an Kindergärten durchgeführt“, erzählt Helmut Beck, der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Aichach-Friedberg. „Solche Aktionen sind sehr wichtig, um den Kindern frühzeitig beizubringen, wie sie sich im Straßenverkehr richtig verhalten.“ Am Morgen übergab Peter Kraus als Vertreter der Lechwerke den Kindern symbolisch ihr Entdecker-Paket.

Ab in die „Dunkelkammer“

Die Erzieherinnen teilten die Kinder dann in Gruppen ein, die jeweils von einer Mitarbeiterin der Kreisverkehrswacht betreut wurden. Die Betreuerinnen wechselten zwischen vier verschiedenen Stationen, an denen die Kinder theoretisch Verhaltensweisen lernten, und diese dann in der Praxis umsetzen konnten. Die erste Station war die „Dunkelkammer“. Dort versteckte sich eine Gruppe Kinder, die mit Warnwesten und Reflektoren ausgestattet war, während die andere Gruppe sie anschließend mit Taschenlampen suchte. So konnten die Kinder praktisch erleben, wieso es so wichtig ist, gerade im Winter helle Kleidung und Reflektoren zu tragen. Dann ging es zum Verkehrsschilderwald, wo über verschiedene Bereiche der Verkehrssicherheit und die Funktion der unterschiedlichen Verkehrsschilder gesprochen wurde. Hier bekamen die Kinder ein Blatt, auf dem sie die verschiedenen Verkehrszeichen aufzeichneten.

Im Anschluss ging es hinaus zum „Kindergurtschlitten“. An dieser Station erklärte eine Mitarbeiterin der Kreisverkehrswacht den Kindern, wieso es entscheidend ist, sich im Auto immer anzuschnallen. Auf einer schrägen Schiene wurde ein Autositz mit zugehörigem Kindersitz montiert, der mit der Stoffpuppe „Pit“ besetzt war. Die Betreuerin versetzte den Sitz in Bewegung und schoß auf den Schienen dem Boden entgegen. Kurz vor dem Boden prallte der Sitz gegen das Ende der Schiene und „Pit“ wurde durch die Luft geschleudert, weil er nicht angeschnallt war. Diese praktische Vorführung hinterließ einen bleibenden Eindruck bei den Kindern, die von der Wucht des Aufpralls beeindruckt waren. Die letzte Station war dann ein Parcours, bei dem die Kinder mit Helm und Roller einfache Verkehrssituationen nachstellen und üben konnten. Hier flitzten sie durch einen Kreisverkehr, umkurvten im Slalom Verkehrshütchen, hielten an einer Stopptafel und ließen Fußgänger den Zebrastreifen passieren.

Ulfried Müller zeigte sich dankbar für den Einsatz der Kreisverkehrswacht Aichach-Friedberg: „Die Mitarbeiter der Kreisverkehrswacht leisten wirklich tolle Arbeit. Sie müssen auch bedenken, dass die Materialien, wie beispielsweise die Roller oder der Kindergurtschlitten von den Mitarbeitern selbst finanziert wurden.“ Zum Abschluss des Vormittags erhielt jedes Kind einen eigenen „Sausi-Führerschein“ als Urkunde für die Teilnahme am Verkehrssicherheitstag. Diesen nahmen die Kinder mit Begeisterung entgegen.

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