Achim Schnober peilt einstelligen Tabellenrang an

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Peilt den Klassenerhalt in der zweiten Landesligasaison an: SpVgg-Coach Achim Schnober.
Peilt den Klassenerhalt in der zweiten Landesligasaison an: SpVgg-Coach Achim Schnober. (Foto: Christian Flemming)
Sportredakteur

Aufstieg, im Folgejahr Abstieg zurück in die Regionenliga und anschließend der sofortige Wiederaufstieg: Achim Schnober von der Spielvereinigung Lindau steht mit seinen Fußballerinnen vor der zweiten Spielzeit in der Landesliga (Staffel 2). Die beginnt am Sonntag, 9. September, mit einem Heimspiel gegen den TSV Sondelfingen (13 Uhr, Sportplatz in Lindau-Zech). Anders als vor zwei Jahren beim Debüt in der Landesliga, als der Klassenerhalt ausgerufen, jedoch knapp verpasst wurde, peilen die SpVgg-Verantwortlichen diesmal eine Mittelfeldplatzierung an.

„Ich will da jetzt angreifen“, gibt der SpVgg-Fußballtrainer im Gespräch mit unserer Zeitung unumwunden zu. Und er hat allen Grund dazu: Zum einen stehen ihm fast alle Spielerinnen aus der Vorsaison zur Verfügung. Zum zweiten konnte er in der Vorbereitung aus dem Vollen schöpfen und blickt auf eine gute Trainingsteilnahme zurück – wenngleich man gelegentlich eine Doppeleinheit am Wochenende absolvieren musste und der Hauptplatz im Lindauer Stadion bis Anfang Oktober.

Und zum dritten konnte er, im Schulterschluss mit SpVgg-Frauenfußballleiter Hans Langenbach, den Kader gezielt verstärken und somit, im Vergleich zu den Jahren davor, etwas verbreitern. Zwar umfasst sein Aufgebot derzeit immer noch lediglich 15 bis 16 Spielerinnen. Doch sieht Schnober hier eine, auch zahlenmäßig ausreichende Grundlage, die anstehende Spielzeit 2018/19 zu überstehen

Silke Bischof kommt aus Kressbronn

Als Zugänge zur zweiten Landesligasaison verzeichnet die SpVgg Lindau Silke Bischof (SV Kressbronn), die schon vor zwei Jahren mit den Lindauer Verantwortlichen wegen eines Vereinswechsels sprach, und Selina Ruedi vom SV Bergatreute. Letztere wird Anna Bundschuh, die aufgrund eines Auslandsaufenthaltes während der Hinrunde verhindert ist, als Torspielerin vertreten. „Wir wollten Zugänge, die den Ehrgeiz mitbringen“, sagt Achim Schnober. Vor allem von den beiden Geschwistern Veronika und Adela Gibasova versprechen sich Langenbach und Schnober wertvolle Impulse für die neue Spielzeit. Immerhin standen die Zwillinge schon in der U19-Nationalmannschaft ihres Heimatlandes, der Slowakei.

In den vergangenen Jahren liefen beide für den Schweizer Club FC Wil auf. Dort stöberte Achim Schnober die Spielerinnen auf, lud sie zu einem Probetraining ein. Sofort stimmte die Chemie zwischen den Gibasova-Schwestern und der Spielvereinigung, die ihr Kommen zusagten und ab sofort für Lindau auflaufen werden.

Und die Favoriten in der neuen Landesligasaison? Da will sich der SpVgg-Frauencoach nicht festlegen. Dem SV Sulmetingen, vor geraumer Zeit noch Konkurrent in Staffel 6 der Regionenliga, traut Schnober ziemlich viel zu.

Ansonsten sei die Leistungsdichte in der Landesliga recht hoch, weswegen eine Prognose über mögliche Titelaspiranten schwer sei. Ohnehin will der Lindauer Trainer zuallererst auf seine Mannschaft schauen. Gilt es doch, als Aufsteiger den großen Sprung zwischen beiden Spielklassen zu bewältigen.

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