Abstand zu den Topteams wird kleiner

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 Kampf um jeden Zentimeter Eis: Beim 1:4 der Islanders (rechts, kniend: Spielercoach Chris Stanley) gegen die Starbulls Rosenhei
Kampf um jeden Zentimeter Eis: Beim 1:4 der Islanders (rechts, kniend: Spielercoach Chris Stanley) gegen die Starbulls Rosenheim geht es zur Sache. (Foto: Reiner Roither)
Sportredakteur

Nur die absoluten Berufspessimisten, die es überall auf der Welt gibt, dürften mit dem punktlosen Wochenende der EV Lindau Islanders in der Oberliga Süd ein Problem gehabt haben. Gemessen an den beiden Auftritten, welche die Mannen von EVL-Spielertrainer Chris Stanley gegen die Eishockey-Topclubs aus Peiting und Rosenheim hinlegten, kann durchaus von Fortschritten in der Arbeit des Eishockey-Oberligisten vom Bodensee gesprochen werden. Zumal nichts wirklich Schlimmes passiert ist, nachdem der Höchstadter EC als derzeit schärfster Konkurrent im Kampf um den achten Play-off-Platz am Freitag- und Sonntagabend ebenfalls Federn lassen musste.

Natürlich ließe sich an dieser Stelle einwenden, dass die Lindauer schon zweimal in der laufenden Saison die Starbulls aus Rosenheim als einer der „DEL2-Top-Anwärter“ (EVL-Vorsitzender Bernd Wucher) haben schlagen können. Anders als beim legendär anmutendem Doppelsieg Mitte Dezember befinden sich die Mannschaften allerdings jetzt in der Meisterrunde. Da wird vonseiten der Oberbayern mit ganz anderen Bandagen auf dem Eis agiert und investiert als zuvor – wollen sich die Schützlinge von Rosenheims Chefcoach Manuel Kofler doch eine möglichst optimale Ausgangssituation für die Mitte März beginnenden Play-offs mit den Topteams der Eishockey-Oberliga Nord verschaffen. Nicht umsonst warf er mit vier vollbesetzten Blöcke sein derzeit größtmögliches Aufgebot ins Rennen – mit Erfolg. Am Ende siegte das Mehr an Kräfteeinsatz, gepaart mit der breit aufgestellten individuellen Klasse seiner Spieler. Dennoch zollte Kofler nach dem hart erkämpften 4:1-Sieg in Lindau größten Respekt gegenüber der abgelieferten Leistung der Islanders. „Wir haben gewusst, dass Lindau stark gespielt hat und haben ihre zwischenzeitlichen Ergebnisse genau verfolgt. Das ist eine schwer zu bespielende Mannschaft. Die verteidigen sehr gut und haben in Zabolotny einen hervorragenden Torwart.“

Mit ausschlaggebend für die Heimniederlage vor mehr als 700 Zuschauern und damit mehr Besuchern als in den Wochen zuvor in der Eissportarena im Eichwald waren die Zeitpunkte der Gegentreffer. „Im zweiten Drittel haben wir ein, zwei Minuten geschlafen. Das kostete uns beide Gegentore“, sagte Chris Stanley bei der anschließenden Pressekonferenz. Danach sei es nur noch schwer gewesen, gegen fokussierte Gäste zurückzukommen. Auch der Hoffnungsfunke, der beim 1:2-Anschlusstreffer aufkeimte, wurde praktisch mit dem nächsten Spielzug zunichte gemacht.

Unterm Strich sei man jedoch positiv gestimmt, so Bernd Wucher. „Sie kommen nahe an die Topteams ran.“ Zumal der EVL am Freitagabend in Peiting voll auf Augenhöhe agierte.

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