69. Psychotherapiewochen starten mit 2200 Besuchern

Lesedauer: 3 Min
Bei der Eröffnung der Lindauer Psychotherapiewochen sind dabei (von rechts, sitzend in der ersten Reihe): Verena Kast (wissensch
Bei der Eröffnung der Lindauer Psychotherapiewochen sind dabei (von rechts, sitzend in der ersten Reihe): Verena Kast (wissenschaftliche Leitung), Wolfgang Merkle (zweiter Vorsitzender), Peter Henningsen und Dorothea Huber (beide wissenschaftliche Leiter). (Foto: Christian Flemming)

Mehr als 2200 Besucher der 69. Lindauer Psychotherapiewochen beschäftigen sich bis einschließlich Freitag mit den Themen „Wahrheit, Gleich-Gültigkeit und Lüge“. Damit ist Teil Eins der Tagung „hoffnungslos überbucht“, wie Peter Henningsen, Mitglied der wissenschaftlichen Leitung am Sonntagabend, bei der Eröffnung sagte.

Insgesamt werden zu der 14-tägigen Fortbildung, 4000 Besucherinnen und Besucher erwartet. „Schöne digitale Welt?“, lautet der Themenschwerpunkt der zweiten Woche. Die Erleichterung, dass die Tagung in der fertig gestellten Inselhalle stattfinden kann, war sowohl auf Seiten der Gäste, als auch bei den Vertretern der Stadt förmlich greifbar: Bürgermeister Karl Schober begrüßte die Besucher im Namen des Oberbürgermeisters Gerhard Ecker als „Frühlingsboten in der Stadt“. Und Verena Kast, ebenfalls Mitglied der wissenschaftlichen Leitung, versprach, auf der Suche nach der Wahrheit werde es keine einfachen Antworten geben: „Wir werden diese Woche aufwachen … und möglicherweise auch erschrecken“, so die Schweizer Psychologie-Professorin.

Denkanstöße zum Thema der ersten Woche gab Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen (siehe Bericht oben).

Zu seinem Vortrag waren so viele Psychotherapeuten gekommen wie noch nie. Sie passten nicht alle in den großen Saal der Inselhalle, der allerhöchstens 1100 Menschen fasst. Dafür entschuldigten sich am Montagmorgen sowohl Henningsen als auch Kast – und versprachen, beim nächsten Mal darauf zu reagieren. „Wir werden die Eröffnungsrede dann per Video übertragen“, sagte Kast. Dass Zuhörer abgewiesen werden mussten, sei vorher noch nie passiert.

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen