246 Schwimmer stellen sich der Herausforderung

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Siegerehrung nach der Seequerung vom Eichwaldbad zum Römerbad. Wenn er mitmacht, ist er der Tagesschnellste. Keiner hat so oft
Siegerehrung nach der Seequerung vom Eichwaldbad zum Römerbad. Wenn er mitmacht, ist er der Tagesschnellste. Keiner hat so oft die Strecke in der jeweils schnellsten Zeit durchschwommen wie Norbert Wild. (Foto: Christian Flemming)

Trotz herrlichem Sommerwetter unter der Woche ist für die 14. Lindauer Seedurchquerung die Wettervorhersage nicht die beste gewesen. All den Vorhersagen zum Trotz ließ sich pünktlich zum Start des ersten Starterfeldes die Sonne blicken und von Regen war die gesamte Veranstaltung über keine Spur. Anscheinend ahnten das die Teilnehmer, denn mit 282 Anmeldungen war dies ein erneuter Rekord im 14. Jahr.

246 gingen am Ende an den Start und kamen wohlbehalten im Römerbad an. 243 auf dem schwimmerischen Weg, drei wurden wegen kleineren Problemen fachmännisch versorgt und per Boot zum Ziel gebracht. Die Schiedsrichter Bernhard Meyer und Tristan Haunstetter legten nach Prüfung der Wassertemperatur fest, dass Neoprenanzüge bei 22,7 Grad und kühlem Wind erlaubt sind. So durften die Starter der Freizeitwertung im Ganzkörperdress schwimmen.

Bojen zur Markierung

Sehr zügig innerhalb von nicht einmal 40 Minuten wurden die drei Wellen auf den 2,3 Kilometer langen Weg vom Strandbad Eichwald zum Römerbad hin ins Wasser geschickt. Zur besseren Orientierung waren Bojen zur Markierung der Schwimmstrecke gesetzt und Begleitboote von Wasserwacht, THW, Feuerwehr und Kanuclub sowie einige private Boote auf der Strecke, die den mit nummerierten Bademützen markierten Sportlern den richtigen Weg wiesen. Bereits nach 31:15,71 Minuten kam Till Mesmer als schnellster Vereinsschwimmer ins Ziel. Dennoch schaffte es Norbert Wild aus Grönenbach als Freizeitschwimmer erneut, mit 30:51,30 noch schneller zu sein. Tim Spiwoks vom 1. Weseler SV und Tom Henri Lindner von der SG Wetterau waren mit 32:03,21 beziehungsweise 32:05,78 die nächstschnellsten Vereinsleute.

In der Freizeitwertung überschwamm Thomas Breitenberger nach 35:48,90 die Ziellinie, als Dritter kam Dieter Wolf mit 35:51,61 ins Ziel, nicht mal eine Sekunde vor Jürgen Wunderle. Rebecca Schuldes von der SG Wetterau war mit 35:26,68 die schnellste Frau im gesamten Feld. Marie Perennes war mit 35:49,15 die schnellste „Freizeit-Frau“. Im Vereinsschwimmerinnen-Feld erreichte Jeanette Seitz vom SSV Ulm nach 35:52,84 das Römus, gefolgt von Nina Bruckdorfer von den SG KöBo Orcas mit 36:35,90 und der 58-jährigen Barbara Kutschbach von der SUG Salzburg mit 36:43,11. Zweitschnellste Frau bei den Freizeitsportlern war „Stammstarterin“ Inge Muckenfuß mit 36:04,05 vor Anissa Schweizer, die 39:59,30 benötigte.

Wer das Zieltor passierte, tauchte in die gewohnt locker-familiäre Party-Zone ein. Mit Hawaii-Kette und Los für die Tombola mit Preisen von heimischen Firmen ausgestattet, konnte dieser Austausch auf der Römerschanze fortgesetzt werden, bis um 11 Uhr pünktlich die Siegerehrung startete. Die Teilnehmer reisen oft von weit her an und der Ruf der vom TSV 1850 Lindau zusammen mit der Wasserwacht Lindau und dem Lindauer Kanuclub organisierten Veranstaltung ist bestens. In diesem Jahr waren zum Beispiel einige Franzosen am Start. Berlin, Potsdam, Schwerin für die weiteren deutschen Ziele oder etliche Österreicher und Schweizer, die auch nichtg leich „um die Ecke“ wohnen, hatten wohl die weitesten Wege. Derjenige aber, mit definitiv der weitesten Anreise, bekam einen Pokal vom Römus, den der Vorsitzende Kurt Göppel persönlich überreichte. Thomas Grambauer vom TSV Schleswig hatte mit knapp 1000 Kilometern dieses Kriterium erfüllt.

Viele kommen wiederholt nach Lindau wegen des besonderen Charmes dieser Veranstaltung. Neben den nahe gelegenen Startern aus Lindenberg, Immenstadt, Bobingen oder Obergünzburg sind seit zwei Jahren viele Aktive der SG Wetterau erfolgreich am Start und auch aus Bayreuth reist zum wiederholten Mal eine Gruppe an. Mit dieser ständig steigenden Teilnehmerzahl und den weiten Anreisen, die etliche auf sich nehmen, kann man aber erkennen, dass sich die Veranstaltung in ihrer vierzehnten Auflage mehr als etabliert hat. Pünktlich um 11 Uhr konnten endlich die Sieger ihre Medaillen und Urkunden erhalten, welche von Landrat Dr. Stegmann und Stadtrat Uli Gebhard überreicht wurden.

Dank dieser bewährten, langjährigen Zusammenarbeit erfährt die Veranstaltung stets großes Lob, was den Organisatoren zeigt, dass alle Mühen der Vorbereitung richtig gewesen sind. Und fest steht: 2017 wird die 15. Lindauer Seedurchquerung starten.

Sieger der 14. Lindauer Seedurchquerung in den einzelnen Altersklassen:

Vereinsschwimmer:

Frauen: Jugend C: Fabienne Frohn SG KöBo Orcas, Jugend B: Franziska Drechsel, TV Lindenberg, Jugend A: Anna-Lisa Allgaier, TSV 1850 Lindau, Junioren: Nina Bruckdorfer, SG KöBo Orcas, AK 20: Franziska Joas, SG Gundelfingen, AK 30: Rebekka Schuldes, SG Wetterau, AK 40: Jeanette Seitz, SSV Ulm 1846, AK 45: Birgit Joas, TV 1860 Immenstadt, AK 50: Christine Schnaibel, SC Poseidon Berlin, AK 55: Barbara Kutschnach, SU Generali Salzburg

Männer:

Jugend C: Marc Amon Göttmann, PSV Schwerin, Jugend B: Lois Debruyne, TSV 1850 Lindau, Jugend A: Tom Henri Lindner, SG Wetterau, Junioren: Tom Weber, SG Wetterau, AK 20: Till Mesmer, SV Baar, AK 25: Marc Köhler, SSG Pforzheim, AK 30: Oliver Pelzel, SV Bayreuth, AK 35: Tim Spiwoks, 1. Weseler SV, AK 40: Winfried Hörberg, TSV Obergünzburg, AK 45: Dirk Schiffner, SC Thalwil, AK 50: Oliver Weber, SG Wetterau, AK 55: Thomas Röhl, TSV 1850 Lindau, AK 75: Alfred Seeger, TSV 1850 Lindau

Freizeitschwimmer:

Frauen: Jugend C: Lena Klemisch, Jugend B: Sophie Nowacki, Jugend A: Cora Merkel, AK 20: Riana Schwarzer, AK 25: Marie Perennes, AK 30: Judith Siebel, AK 35: Elke Peters, AK 40: Inge Muckenfuß, AK 45: Bernadette Käferlein, AK 50: Angelika Holzapfel, AK 55: Gisela Hecht, AK 60: Annemarie Lew

Männer: Jugend B: Eric Kopp, Jugend A: David Fuchs, Junioren: Mohammed Louai Dabaghie, AK 20: Stefan Wieser, AK 25: Alexander Beuchtel, AK 30: Thomas Breitenberger, AK 35: Mario Reis, AK 40: Jürgen Wunderle, AK 45: Dieter Wolff, AK 50: Norbert Wild, AK 55: Hubert Forster, AK 70: Wolfgang Morgenstern, AK 75: Dieter Haug

Zeitschnellste Verein: Bis AK 20: Nina Bruckdorfer und Till Mesmer, AK 25 bis AK 55: Rebekka Schuldes und Tim Spiwoks, AK 60 und älter: Alfred Seeger

Zeitschnellste Verein: Bis AK 20: Cora Merkel und Mohammed Louai Dabaghie, AK 25 bis AK 55: Marie Perennes, Norbert Wild, AK 60 und älter: Annemarie Lew und Wolfgang Morgenstern

Staffeln: 1. Team SGN Racers (Elke Peters, Bertram Stolberg, Jürgen Wunderle, Bernd Wunderle), 2. Fish AHOI Rheintal (Sven Schawalder, Chantal Schawalder, Gina Schadegg, Alexander Schawalder) 3. Unisport St Gallen (Dominik Hofstetter, Anissa Schweizer, Alexander Bechtel, Claudio Noto)

Das genaue Wettkampfergebnis mit den Einzelzeiten ist zu finden unter

www.lindauerschwimmer.de

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