12,5-Tonnen Stahl für die Thierschbrücke

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Christian Flemming

Wieder einmal hat sich an einem späten Abend ein riesiger Autokran an und auf der neuen Thierschbrücke aufgebaut und breit gemacht. Dieses Mal kam ein 120-Tonnen-Kran, um das erste von insgesamt drei Stahlteilen für den Brückenteil für die Fußgänger von einem Tieflader zu heben und an die vorgesehene Stelle der neuen Brücke zu tragen. Rund zwölfeinhalb Tonnen wiegt das Stahlteil, das knapp 17 Meter lang ist und damit ein Drittel der rund 50 Meter überspannenden Brücke darstellt.

Wie bei den nächtlichen Aktionen zuvor an der Thierschbrücke konnten die Arbeiten nach Verlassen des letzten Zuges nach Bregenz starten, sobald der Strom abgestellt war. Obwohl zeitweise starke Windböen aus Westen heranpfiffen, zeigten sich die Arbeiter zuversichtlich, dass die Kraft des Windes nicht ausreichen werde, den Stahlkoloss aus der Ruhe zu bringen. Zum Härtetest aber kam es nicht, denn rechtzeitig erinnerte sich der Sturm, dass auch ihm eine Nachtruhe zustehe, ebenso dem anfangs störenden Regen.

Die Löcher für die Schrauben passen

Nachdem die Aufhängung an dem Brückenteil korrigiert war, konnte die Aktion starten und unter den Augen des zuständigen Ingenieurs für die Stadt, Andreas Horner, erhoben sich die knapp 13 Tonnen ruhig vom Tieflader, der sofort wegfahren konnte. Langsam und sorgfältig lupfte der Kranführer das Brückenteil um die Straßenlaterne auf der Brücke und brachte es in die vorgesehene Position, wo Arbeiter von unten auf einer Hebebühne schon darauf warteten, das Teil an der Fahrzeugbrücke zu verschrauben.

Allmählich löste sich dann auch die Restspannung, ob alle Löcher für die Schrauben auch passten, denn das sah sehr gut aus. Nach gut zwei Stunden konnte der Kran wieder von seinem Ballastgewicht befreit werden und abfahren. Während der Aktion mussten immer wieder Autofahrer durch, was zentimetergenau klappte.

Das zweite Teil wird in der Nacht von Montag, 11. März, auf Dienstag, 12. März, geliefert und auf die gleiche Weise angebracht. Der Termin für das dritte Bauteil steht noch nicht fest, laut Horner hängt das vom Baufortschritt ab, denn die beiden ersten Teile müssen miteinander verschweißt werden. Außerdem hänge es vom Baufortschritt auf der Westseite ab, so der Ingenieur. Allerdings sieht er das mit großem Optimismus, nachdem die ausführende Firma I+R ein zweites Team geschickt habe und daher auf der Westseite schon gut vorangekommen sei.

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