Österreichs Handball-Vizemeister ist zurück in der Erfolgsspur

Lesedauer: 4 Min
 Boris Zivkovic holt mit Hard gegen Graz den Sieg.
Boris Zivkovic holt mit Hard gegen Graz den Sieg. (Foto: Alexandra Köß)
Lindauer Zeitung

Nach zwei knappen Niederlagen in Serie hat der amtierende Handball-Vizemeister und Double-Gewinner Alpla HC Hard in der fünften Bonusrunde der spusu Liga am Wochenende das Verfolgerduell gegen Retcoff HSG Graz mit 26:23 (13:9) für sich entscheiden können. In der Tabelle liegen die Roten Teufel vom Bodensee mit 18 Punkten nun an zweiter Stelle hinter dem in der Bonusrunde noch ungeschlagenen und diese Runde spielfreien Tabellenführer aus Krems (22 Punkte). Hinter den Vorarlbergern lauern Westwien (14), Graz (13) und Bregenz (12).

Sowohl beim Grazer als auch Harder Team waren einige Leistungsträger nicht am Start. Bei den Vorarlbergern fehlten Kapitän Dominik Schmid, Risto Arnaudovski, Niklas Schiller und Lenny Fetz. Die Steirer mussten auf ihren Torhüter Thomas Eichberger sowie auf Thomas Gollenz, Spielmacher Rok Skol und Timo Geßlbauer verzichten.

Gleich vom Anpfiff an deckte Luca Raschle in der Harder Abwehr Nemanja Belos eng. Hard-Goalie Golub Doknic parierte den ersten Siebenmeter des 24-jährigen Serben. Auf beiden Seiten dominierten die Abwehrreihen (4:3/14. Minute), kein Team verschaffte sich Vorteile.

Boris Zivkovic gelang mit seinem Treffer zum 7:5 (19.) die erstmalige Zwei-Tore-Führung der Hausherren. Doknic hielt den nächsten Strafwurf von Otmar Pusterhofer, Gerald Zeiner erhöhte postwendend auf 8:5.

Mit seinem zweiten verwandelten Siebenmeter stellte Lukas Schweighofer fünf Minuten vor der Halbzeitsirene auf 12:7. Golub Doknic wurde immer mehr zum unüberwindbaren Hindernis für die Grazer Werfer. Mit dem Halbzeitstand von 13:9 verabschiedeten sich beiden Kontrahenten nach 30 Minuten in die Kabinen.

Nach Wiederanpfiff vor 1500 Zuschauern in der Sporthalle am See blieben die Roten Teufel weiter am Drücker (18:12/39.). Spätestens nach dem 22:15 durch Luca Raschle Mitte der zweiten Halbzeit wäre eigentlich klar gewesen, wer als Sieger vom Parkett geht. Doch die Gäste steckten nicht auf. Zu nachlässig gingen die Harder zudem im Angriff mit ihren Chancen um.

In der 50. Minute war für den Grazer Jozsef Albek nach der dritten Zeitstrafe die Partie vorzeitig beendet. Dennoch verkürzten die Gäste mit einem 6:0-Lauf auf 21:22. Die Partie war plötzlich wieder offen. Ivan Horvat beendeten mit dem 23:21 die neunminütige Torsperre von Hard. Luca Raschle und der 26-jährige Kroate legten zum 25:21 (57.) nach.

Doch die Partie war noch nicht in trockenen Tüchern. Graz kam auf 25:23 (59.) heran. Am Ende hatten die Gastgeber mit dem 26:23 das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. Bei der MVP-Wahl via SMS-Voting wurden Torwart Golub Doknic sowie Daniel Dicker (Graz) gekürt.

„Wir sind derzeit mental nicht stabil. Zwei, drei dumme Fehler und die Partie kippt. Dadurch bringen wir unsere Gegner zurück ins Spiel“, ärgerte sich Hard-Cheftrainer Klaus Gärtner kurz nach Spielschluss.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen