Katamarane rauschen über den See

Lesedauer: 5 Min

Guter Wind herrschte beim 32. Katpokal vor Lindau.
Guter Wind herrschte beim 32. Katpokal vor Lindau. (Foto: Nikolaus Börmann)

Am vergangenen Wochenende hat die Wassersportabteilung der TSG Lindau Zech den 32. Internationalen Katpokal Bodensee veranstaltet. Die mittlerweile über drei Jahrzehnte vom Verein ausgerichtete Regatta erfreute sich laut Pressemitteilung auch in diesem Jahr hoher Teilnehmerzahlen. Mit 42 gemeldeten Teams, zu denen neben Teilnehmern aus Österreich und der Schweiz auch weit angereiste Segler aus Belgien gehörten, wurde die Veranstaltung ihrem Ruf als größte Katamaran-Regatta im süddeutschen Raum einmal mehr gerecht.

Mit dem Konzept, verschiedene Katamaran-Bootsklassen mit einem Verrechnungsfaktor gegeneinander segeln zu lassen, ist der Internationale Katpokal Bodensee über die Jahre zu einer Veranstaltung gewachsen, die ambitionierte Amateure und Semi-Profis gleichermaßen anspricht. Im großen Segellager kennt man sich, die Veranstaltung ist zu einem beliebten Treffpunkt der Katamaran-Szene geworden.

Claudia Däxle, Abteilungsleiterin der TSG Zech, begrüßte die Teilnehmer am Samstagmorgen in einer kurzen Ansprache und bedankte sich insbesondere bei der Stadt Lindau, dem Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt für die ausgezeichnete und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Vorfeld und beim Ablauf der Veranstaltung.

Bei strahlendem Sonnenschein, frischem und vor allem recht böigem Wind aus Nordost wurde den Teilnehmern am Samstag von Anfang an nichts geschenkt. Die vorherrschenden Bedingungen forderten den Seglern einiges an Können ab, um gut um die Tonnen zu kommen. Bereits in der ersten Wettfahrt kam es zu sechs Kenterungen, sodass die große Zahl der Begleitboote stets im Einsatz war. Die Regattaleitung um Menno Vercouteren aus den Niederlanden und Peter Ziegler aus Lindau konnte vier Wettfahrten am Samstag werten. Am Sonntag wurden bei deutlich weniger Wind als am Vortag zwei Wettfahrten ausgetragen.

Gemütlicher Seglerhock

Am Samstagabend verköstigte die TSG ihre Gäste mit einem Catering und Getränken aus dem Hafenlokal. Unter dem Dach der aufgebauten Zelte vor dem Hafenrestaurant saßen die Segler noch lange bei einer gemütlichen Seglerhock zusammen. Wie in den Vorjahren, gingen auch heuer verschiedenste Teilnehmer dankbar durch die Hände von Werner Rietschel, der nach der Regatta am Samstag im Hafenmeisterbüro den Teilnehmern mithilfe von Akkupunktur und Massage Wellness pur bereitete.

Die unterschiedlichen Sportkatamarane wurden nach Yardstick-Verrechnung bzw. Formula 16 und Formula 18 in vier Gruppen gewertet. In der Gruppe mit Yardstick größer 107 gewannen die Kirchberger Albrecht und Christine Kruse vor Werner Alvermann aus Hamburg und Jürgen Schniertshauer aus Konstanz.

Die Gruppe der Katamarane mit Yardstick unter 107 gewann souverän Klaus Gapp mit Vorschoterin Svenja Gapp aus Weißensberg. Auf Platz zwei segelten mit dem olympischen Katamaran Nacra 17 die Lindauer Markus Enzensperger und Katrin Brunner vor Ulrich Foerch und Jens Kern aus Konstanz.

Mit insgesamt vier gewonnen Wettfahrten und zwei zweiten Plätzen siegte in der Gruppe der Formula 16-Katamarane das eidgenössische Boot der Segler Andreas Lutz und AmélieFokkens. Auf Platz zwei der Wertung fuhren Mark Kühn aus Konstanz mit Johannes Kemler aus Ravensburg vor Holger Voss und Stefanie Stelter aus Paderborn.

Die Formula 18-Katamarane stellte mit 21 teilnehmenden Teams die größte Gruppe innerhalb des Starterfeldes der 32. Auflage des Internationalen Katpokals Bodensee. Nach spannenden Wettfahrten fuhren Manuel und Fabian Wunderle aus München auf Platz eins, gefolgt von Gerd Schmitzer und Tina Vercouteren aus Wangen-Neuravensburg und Mitglieder der TSG-W Lindau Zech. Platz drei ersegelten die Peterstaler Kim-Patrick Tolsdorf und Vreni Vorderwülbecke.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen