Mysteriöse Vorkommnisse in Hergensweiler

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„Die verflixte Weihnachtsfeier“ sorgt für amüsante Irrungen und Wirrungen auf und bei der Volksbühne.
„Die verflixte Weihnachtsfeier“ sorgt für amüsante Irrungen und Wirrungen auf und bei der Volksbühne. (Foto: Volksbühne)
Jürgen Geiselmann

In der Adventszeit heißt es bei der Volksbühne Hergensweiler wieder „Vorhang auf“ für eine neue Theaterinszenierung. Nach dem großen Erfolg des letztjährigen Klassikers „Das Wirtshaus im Spessart“ als heitere Räubergeschichte mit Gesang, fiel die Wahl dabei heuer auf ein besonders zu Weihnachten passendes Stück: den heiteren Dreiakter „Die verflixte Weihnachtsfeier“.

Mit diesem Schwank aus der Feder von Jasmin Meindl und Christian Muggenthaler bringt die Volksbühne ein Lustspiel auf die Bühne, das großen Anklang bei der Zuschauerschaft verspricht. Die amüsante Theaterkost bietet als „unbesinnliche Weihnachts-Story“ eine turbulente Handlung mit flotten Sprüchen und vielen Pointen. Dazu gibt es auch immer etwas für das Auge.

Zur Handlung: Bei der Familie Engel herrscht helle Aufregung. Vater Hans (Alfred Biesenberger) und Sohn Johannes (Dominik Wilhelm) kommen von der nächtlichen Weihnachtsfeier des Stammtisches „Die Bettschoner“ am frühen Morgen mehr als gut gelaunt nach Hause. Über ihren Zustand sind Ehefrau Hertha (Beate Gruber-Knoll) und die Damen des katholischen Frauenbundes nicht gerade erfreut. Zumal, wie sich herausstellt, der Männerver-ein für seine Feier eine Stripperin engagiert hatte.

Zu allem Überfluss wurde in der gleichen Nacht auch eine preisgekrönte Tanne aus Nachbars Garten sowie das Christkind aus der Krippe der Kirche gestohlen. Der mit der Aufklärung der mysteriösen Vorfälle beauftragte Dorfpolizist Dimpfl (Anton Kleinhans) ist heillos überfordert, zumal auch Kathi, die Tochter der Engels (Carmen Lanz), und ihr Freund Charly Kammhuber (Andreas Biesenberger) in die Vorkommnisse verstrickt sind und teils richtig in der Tinte sitzen.

Komödiantisch Vollgas gibt in dem Lustspiel wie gewohnt Alfred Biesenberger, der auch unter Alkoholeinfluss seinen Mann steht und sich an seine „Dummheiten“ nicht mehr erinnern kann. Zum Angriff auf die Lachmuskeln des Publikums bläst auch Hans Gielnik in der Rolle des Dorfpfarrers Hardt, der es meisterhaft versteht, vom Deftigen ins Honigsüße zu wechseln. Reizvoll und pointiert auch das Spiel von Sandra Müller und Lore Rogg, den Freundinnen der Frauenbunds-Vorsitzenden Hertha Engel. Mit offenen Ohren für negative Schlagzeilen und Gerüchten stehen die beiden Ratsch’n ständig im Hause Engel auf der Matte. So verbreiten sie im Dorf auch die Mär von Mord und Totschlag.

Was wäre da die Familie wieder einmal ohne die tatkräftige Einmischung von Hertha, der Ehefrau und Mutter..

Das passende Bühnenbild wurde von dem bewährten Team mit Othmar Oppl, Andreas Biesenberger, Markus Schmidt, Kilian Biesenberger und Christian Kleinhans in mühevoller Kleinarbeit stilecht in Szene gesetzt.

Mit bissigem Humor und deftiger allgäuerischer Mundart präsentieren die Spielleiterin Silvia Kleinhans, assistiert von Gitti Karg, eine etwas andere Weihnachtsgeschichte. Der Besuch der „verflixten Weihnachtsfeier“ ist ein absolutes Muss für Freunde des heiteren Bauerntheaters, einer Posse, über die man noch lange schmunzeln kann.

Zur Premiere am Samstag, 8. Dezember, um 20 Uhr erhält jeder Besucher ein Freigetränk an der Theaterbar in der Leiblachhalle Hergensweiler. Hier besteht auch Gelegenheit, mit den Akteuren nach der Aufführung selbst anzustoßen und einen unterhaltsamen Theaterabend bei einem Gläschen Sekt ausklingen zu lassen.

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