Hergensweilerer Vereine bekommen beantragte Zuschüsse

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Der Musikverein Hergensweiler bekommt einen Zuschuss der Gemeinde für neue Trachten.
Der Musikverein Hergensweiler bekommt einen Zuschuss der Gemeinde für neue Trachten. (Foto: Musikverein)
Isabel Kubeth de Placido

Der Gemeinderat von Hergensweiler unterstützt seine Vereine. Das Gremium hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig vier Vereinen jene Zuschüsse gewährt, die sie beantragt haben.

Der Musikverein Hergensweiler hat die Gemeinde in zweierlei Hinsicht um finanzielle Unterstützung gebeten: Zum einen benötigt er neue Trachten. Diese schlagen mit 12 500 Euro zu Buche schlagen. Deshalb fragte der Verein bei der Gemeinde um einen „höchstmöglichen“ Zuschuss an. In der darauf folgenden Diskussion rätselten die Räte darüber, was unter „höchstmöglicher“ Zuschuss gemeint sein könnte.

Ratsmitglied Josef Kohl erklärte daraufhin, dass der Gemeinderat 2011 und damit vor acht Jahren zum letzten Mal die Trachten bezuschusst hätte. Und zwar zu 75 Prozent. Mindestens genauso viel wollten daraufhin die meisten Räte bewilligen. Bürgermeister Wolfgang Strohmaier rief den Räten zudem ins Bewusstsein: „Es ist wirklich so, dass der Musikverein ein Aushängeschild der Gemeinde ist. Sie sind immer da und bieten bei jeder Veranstaltung ein tolles Bild.“

Als Alfred Biesenberger einen Vorschlag über einen Zuschuss von 80 Prozent machte, stimmte letztendlich das ganze Gremium dafür. Gleiches galt auch für den jährlichen Zuschuss, um dessen Erhöhung der Musikverein gebeten hatte. Künftig wird er also nicht mehr nur 2065 Euro sondern 2600 Euro für die Instandhaltung seines Gebäudes bekommen.

Soccer-Court für den TSV

Der TSV Hergensweiler plant einen Soccer Court zu kaufen und zu errichten. Das ist ein öffentlich zugängliches Minispielfeld. Dies wird den Verein voraussichtlich 88 000 Euro. In diesem Zusammenhang hat der Verein bei der Gemeinde einen Zuschuss von 30 Prozent beantragt. Den soll er auch bekommen, lautet der Beschluss des Gemeinderats. Allerdings dürfen diese 30 Prozent nicht mehr als insgesamt 25 000 Euro betragen.

Im Laufe der Diskussion stellte sich heraus, dass sich die Gemeinden Sigmarszell und Weißensberg zu gleichen Teilen an dem Minispielfeld beteiligen. Für die restlichen zehn Prozent wolle der Verein einen Kredit aufnehmen. Walter Nuber regte daraufhin an, dass die Gemeinde als Kreditgeber fungieren solle. Denn zu einem anderen Zeitpunkt der Sitzung war die Sprache darauf gekommen, dass ihre positiven Geldrücklagen die Gemeinde Geld kosten, statt Zinsen zu bringen.

Aus diesem Grund fand Nuber es sinnvoller, dem Verein einen zinslosen Kredit zu geben, ehe der Verein an eine Bank Zinsen für das geliehene Geld bezahle. Wenngleich der Gemeinderat für diesen Vorschlag noch keinen Beschluss fasste, beschloss er doch dem Verein zusätzlich zu eben den 30 Prozent auch einen Pflegekostenzuschuss für das Sportgelände für das kommende Jahr von bis zu 2500 Euro zukommen zu lassen.

Ebenso bewilligt hat das Gremium die Pflegekosten für die Blumenwiese, die der Förderverein Kinderfest für die kommen drei Jahre, also von 2020 bis 2023, beantragt hat. Und auch die Königlich privilegierte Schützengesellschaft bekommt die insgesamt 3400 Euro, die sie beantragt hat. In diesem Betrag sind 740 Euro für zwei Wasserpumpen enthalten sowie 2600 Euro für eine neue Heizung im Gastraum.

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