Hergensweilerer feiern himmlisches Kinderfest

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„Hergensweiler– Hoooch“: Die Kinder lassen die Ballons in den Himmel steigen.
„Hergensweiler– Hoooch“: Die Kinder lassen die Ballons in den Himmel steigen. (Foto: Susi Donner)
Susi Donner

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Hier hat einfach alles gestimmt: Das Kinderfest in Hergensweiler am Wochenende ist ein voller Erfolg gewesen.

„Gott mit dir du Land der Bayern“ schmettern die Kinder inbrünstig in den blauen Sommerhimmel. Es ist Samstagnachmittag, die Sonne scheint und der Festakt des Kinderfestes nähert sich seinem Höhepunkt. Die Festgemeinde hat sich Schattenplätze gesucht und Moderator Thomas Bergert bittet – sichtlich bewegt – Theo Bihler, den Vater des Kinderfestes, zur Bühne. Mit Rührung in der Stimme begrüßt er ihn: „Unser, Euer, Ihr Theo. Und ich bin glücklich, dass ich sagen darf, mein Freund Theo Bihler!“ Was hier geschieht, ist wahrlich nicht selbstverständlich. Immerhin zählt der so freudig Begrüßte 89 Lenze, und hat es sich auch beim 52. Kinderfest nicht nehmen lassen, beim Umzug dabei zu sein. Wie schon 2017, hat er sich im weinroten Fiat Topolino von Tino Krumm kutschieren lassen. Bihler, der nicht nur der Sage nach für das stets gute Wetter beim Kinderfest zuständig ist, betont, wie sehr ihm die Freude darüber zu Herzen gehe, dass Hergensweiler so viele Kinder hat. „Und dazu eine wunderschöne Schule und einen klasse Kindergarten. Das ist heutzutage nicht selbstverständlich. Hergensweiler ist eine tolle Gemeinde.“ Er lobt die Kinder, die in der Hitze so lange aushalten, gibt mit fester Stimme das Kommando zum Luftballonstart. Nach seinem dreimaligem „Hergensweiler“ und der lauten Antwort der Kinder „Hoch!“ fliegen die bunten Luftballons in den Sommerhimmel…

Eine knappe Stunde zuvor stellten sich die Kinder zum Umzug auf. In Dirndl und Lederhosen, mit Haarkränzchen, Blumenbögen und Fahnen marschierten sie fröhlich und bunt zum Titel „Tradition trifft Fantasie“ durch das Dorf zum Festplatz. Der Musikverein Hergensweiler führte den Festzug an. Es folgte – das war noch nie da – eine ganze Armada Kinderwagen: „Wir sind die ganz Neuen“, hieß es, und die Eltern sollten später von Erika Fritz, der Vorsitzenden des Kinderfestfördervereins, eine extra Ansprache erhalten.

Es folgten kunterbunt Krabbelgruppe und Turnzwerge, Kindergartenkinder und ihre Erzieherinnen, die vier Grundschulklassen samt ihrer Lehrerinnen, Gruppen der Fünft- und Siebtklässler, der Gemeinderat, der Förderverein Kinderfest, die Dynamic Jumpers, die Weinkönigin Alisia und ihre Prinzessin Lena aus der Partnerstadt Neef, die Narrenzunft und der Schützenverein. Die Freiwillige Feuerwehr tat, was sie am besten kann: Löschen. Nämlich den Durst der Zaungäste, an die sie angesichts der Temperaturen großzügig willkommene Getränke verteilten.

„Bitte begrüßen Sie die Umzugsteilnehmer mit ,Hergensweiler hoch’“, forderte Moderator Thomas Bergert die Zuschauer am Festplatz auf. Und wieder hatte der dorfeigene Profitenor Michael Faller den Taktstock in der Hand und leitete den Chor aus Kinderkehlen, der nun das Kinderfestlied sang, und später die Bayern- und die Deutschlandhymne. Elaysa Schäfer und Levin Huber aus der vierten Klasse der Grundschule trugen schön moduliert das Kinderfestgedicht vor, das auch in diesem Jahr Conny Würtz geschrieben hat.

Nun richtete Erika Fritz das Wort an die Eltern der Kinderwagenarmada. „Es ist mein dringlicher Wunsch an Euch, dass Ihr die Tradition des Kinderfestes in Hergensweiler fortsetzt. Für eure Kinder – ganz real, und nicht nur in der Fantasie.“ Der Generationenwechsel im Förderverein sei längst überfällig.

Bürgermeister Wolfgang Strohmaier machte das einzig richtige angesichts der Hitze: Er fasste sich kurz, lobte und beschenkte Elaysa und Levin für ihre großartige Leistung und dankte ausdrücklich dem Vorstandsteam des Fördervereins, Erika Fritz, Rosemarie Ellenbast, Silvia und Anton Kleinhans, Susanne Steinert, Conny Würtz, Rolf Kugel und Hans Tieber, was der Moderator mit „Du darfst auf deine Gemeinde wirklich stolz sein“, kommentierte.

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