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Das letzte Wort hat zwar das Landratsamt Lindau, aber der Gemeinderat von Hergensweiler hat schon einmal grünes Licht für ein neues Wohnhaus in der Dorfstraße gegeben. Hier hat der Eigentümer vor, ein bereits bestehendes Wohnhaus samt Nebengebäude abzureißen und an der gleichen Stelle ein neues Wohnhaus mit Garagen zu errichten. Dafür will er die Grundfläche von bisher 75 Quadratmetern auf 104 Quadratmeter erweitern. Hinzu kommen noch Garagen mit einer Grundfläche von 54 Quadratmetern.

Weil das Grundstück im Außenbereich liegt, wo nur unter bestimmten Voraussetzungen gebaut werden darf, bedarf es hierfür einer genauen Prüfung. Eine jener Voraussetzungen dafür, in einem sogenannten privilegierten Bereich zu bauen, ist, so erklärte Bürgermeister Wolfgang Strohmaier den Räten, dass der Eigentümer das Gebäude selbst nutze, was wiederum der Eigentümer eben jenes Wohnhauses auch getan habe.

Dem widersprach allerdings Gemeinderätin Sibylle Engelmann. Ihr Kollege Bernhard Merkel sprach sich jedoch trotzdem dafür aus, das Bauvorhaben grundsätzlich zu befürworten. Denn, so schilderte er, „mit dem Gebäude passiert seit Jahren nichts mehr. Es wäre schön, wenn ein vernünftiges Wohnhaus da entsteht.“

Das fand auch Michael Rehm, der es gut fand, dass neuer Wohnraum geschaffen werden solle ohne neue und weitere Flächen zu verbrauchen. Auch Wolfgang Strohmaier begrüßte dieses Vorgehen und betonte: „Momentan ist das Gebäude verwahrlost, und jetzt soll es einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden.“

Deser Meinung war zwar grundsätzlich auch Sibylle Engelmann, aber: „Ich will, dass es gerecht zugeht.“ Sie erklärte, dass man nicht von einem Bauwilligen verlangen könne, vorher in dem Haus gewohnt zu haben und von einem anderen nicht. Dazu meldete sich Bernhard Merkel zu Wort und erklärte, dass er vor der Sitzung mit dem Eigentümer, der ebenfalls Mitglied des Gemeinderats ist, aber bei der Diskussion und Abstimmung ausgeschlossen war, gesprochen habe. Bei diesem Gespräche habe ihm der Bauwerber versichert, selbst mit seiner Familie in dem neuen Haus wohnen zu wollen. Daraufhin stimmten die Räte einstimmig für das Bauvorhaben.

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