Frauen kaufen Sachen in Hergensweiler

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Die Standverkäufer sind gerne beim Frauensachenflohmarkt dabei und bieten ganz unterschiedliche Waren an.
Die Standverkäufer sind gerne beim Frauensachenflohmarkt dabei und bieten ganz unterschiedliche Waren an. (Foto: Sarah lehle)
Sarah Lehle

Zum neunten Mal haben die Power-Frauen aus Hergensweiler zum Frauensachenflohmarkt eingeladen und unzählige Frauen (sowie der ein oder andere Mann) folgten dieser Einladung. In Null Komma Nix war der Parkplatz vor der Leiblachhalle in Hergensweiler voll besetzt. Und in der Halle herrschte reges Treiben vor jedem einzelnen der 50 Verkaufsstände.

Seit nunmehr mehr als zehn Jahren findet – mit kleiner Unterbrechung in der Vergangenheit – jedes Jahr im Herbst der Frauensachenflohmarkt statt, außerdem kurz vor Ostern der „Alls sell gmacht“-Markt. Beide Veranstaltungen werden von den gut 15 Frauen und jungen Männern mit viel Hingabe und Herzblut organisiert. Ein eingetragener Verein seien die Power-Frauen nicht, eher ein loser Verbund, weiß Power-Frau Annette Kuppek. Alle kommen sie aus Hergensweiler und „man kennt sich“. Und das Team leistet wirklich Großartiges. Der Reinerlös beider Veranstaltungen wird komplett an die Hospiz- und Palliativversorgung von Lindau und Wangen gespendet.

Schlendert man durch die Stände, so kommt man doch ins Staunen. Es gibt selbstgenähte Taschen und Kinderkleidung, dort einen Petticoat und wieder einen Stand weiter schallt es durch den Raum, wo man denn sonst einen Koffer für nur einen Euro bekäme, wenn nicht hier. Und genau das ist es, was die Veranstaltung so charmant macht. Die Verkäufer und Verkäuferinnen hinter ihren Ständen sind mit Spaß dabei.

So wie Rosmarie Pichler. Seit es den Frauensachenflohmarkt gibt, ist sie mit dabei und verkauft sehr gerne ihre Sachen. Sie sei immer sehr zufrieden mit ihrem Umsatz gewesen und es mache ihr jedes Jahr sehr viel Freude, darum komme sie so gern. Drängt man sich ganz nach hinten, vorbei an mit Pailletten besetzten High Heels und den vielen Ständen unterschiedlichster Frauenkleidung, so gelangt man auf die Bühne. Auch hier haben sich ein paar Stände eingerichtet, etwas abseits des Gewusels. Eine Standverkäuferin, die namentlich lieber ungenannt bleiben möchte, freut sich ebenfalls über den Flohmarkt in Hergensweiler. Auf vielen Flohmärkten, die man kenne, gehe es gruselig zu. „Das ist eher schon eine Kellerentrümpelung, was einem da angeboten wird“. Nicht so hier, wie sie findet. Hier werden Dinge mit Geschichte angeboten, die gepflegt wurden und nun einen neuen Besitzer suchen.

Es wird gelacht, gehandelt und anprobiert. Dass auch dieser Frauensachenflohmarkt ein voller Erfolg war, lässt sich an der Spendensumme von rund 1000 Euro sehr gut erkennen.

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