Feuerwehr zählt auf top ausgebildete Mannschaft

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Kommandant Markus Embritz (links) freut sich mit den langjährig Aktiven, die bei der Generalversammlung geehrt wurden: Martin Le
Kommandant Markus Embritz (links) freut sich mit den langjährig Aktiven, die bei der Generalversammlung geehrt wurden: Martin Leute (zweiter von links) und Thomas Baldauf (zweiter von rechts) für 30-jährige Mitgliedschaft, Peter Leib (20 Jahre) und Ca (Foto: Fotos: Maria Luise Stübner)
Schwäbische Zeitung
Maria Luise Stübner

Was die Einsätze angeht, ist 2017 für die Freiwillige Feuerwehr Hergensweiler eher ein ruhiges Jahr gewesen. Diese Bilanz zog Kommandant Markus Embritz bei der gut besuchten Generalversammlung im Feuerwehrhaus. Ausrücken musste die Wehr insgesamt 25 Mal, darunter waren 14 technische Hilfeleistungen.

Die Hilfe der Feuerwehrler wurde bei einem Verkehrsunfall in Niederstaufen mit einer eingeklemmten Person ebenso gebraucht, wie bei der von Wasser ausgespülten Straße bei der Knochenmühle. Eine gesichtete Rauchentwicklung über Stockenweiler erwies sich bei der Erkundung als harmlos. Acht Einsätze waren erforderlich, weil Bäume auf Straßen beziehungsweise auf einem Bahngleis lagen. Siebenmal schlugen Brandmeldeanlagen an. Hinzu kamen vier Sicherheitswachen.

Um sich für den Ernstfall fit zu halten, seien Übungen und Lehrgänge sehr wichtig, betonte der Kommandant. Diesen Grundsatz hat man bei der Hergensweilerer Wehr beherzigt und insgesamt 19 Übungen abgehalten, so bei der Firma Rose Plastic und landwirtschaftlichen Anwesen. Es gab auch Gemeinschaftsübungen mit den Nachbarwehren von Neuravensburg und Hohenweiler. Zusatzübungen brauchte es für den Dekon-P (Katastrophenschutz-Gerätewagen des Bundes zur Dekontamination von Personal), der seit letztem Jahr am Standort Hergensweiler steht.

70 aktive Mitglieder

Kommandant Embritz stellte fest, dass Hergensweiler auf eine top ausgebildete Mannschaft mit aktuell 70 Aktiven zählen kann, „die 365 Tage rund um die Uhr für unsere Gemeinde da ist“. Zehn Feuerwehrler hätten im letzten Jahr erfolgreich Lehrgänge absolviert, fünf das MTA-Basismodul mit Zwischenprüfung bestanden, acht am Türöffnungs-Grundlehrgang teilgenommen. Leistungsabzeichen legten insgesamt 25 Frauen und Männer ab. Mit dem Löschfahrzeug LF 16 seien im vergangenen Jahr 813 Kilometer gefahren worden. Mit dem Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) wurden 805 Kilometer zurückgelegt, mit dem neuen Mannschaftstransportwagen 3007 Kilometer. Jugendwart Dennis Sommer berichtete über die Jugendfeuerwehr, die aktuell acht Jugendliche zählt. Es habe zwei Neuzugänge und zwei Austritte gegeben sowie vier Übertritte in die aktive Mannschaft. 30 Proben seien absolviert worden, man habe Schnee geschippt und bei der Dorfputzete geholfen, so Sommer.

Der Dank des Kommandanten für die gute Zusammenarbeit ging an die Verantwortlichen der Wehr und an die gesamte Mannschaft. Dankesworte gab es auch für Bürgermeister Wolfgang Strohmaier und die Mitglieder des Gemeinderats. Man wisse es sehr zu schätzen, was die Gemeinde für die Feuerwehr tue, und betrachte das keinesfalls als Selbstverständlichkeit, erklärte Embritz. Er hob insbesondere die Beschaffung des Mannschaftstransportwagens und des neuen HLF 20 hervor, für den die Ausschreibung bereits läuft. Johannes Schneider, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, ging auf die Vereinsaktivitäten ein und nannte als schöne Höhepunkte drei Hochzeiten. Zur Absicherung bei Unfällen habe der Verein eine zusätzliche Unfallversicherung abgeschlossen. Sie greife dort, wo die Gemeindeunfallversicherung nicht zahlt, beispielsweise bei Ausflügen der Wehr. Schneider dankte Bürgermeister Strohmaier für die aufgestockten Aufwandsentschädigungen für den ersten Gerätewart und den Atemschutzleiter sowie für die neu hinzugekommene Vereinsförderung. Der Gemeindechef gab den Dank an die Wehr zurück, in der sich die Ehrenamtlichen weit über das übliche Maß hinaus engagierten. Bei den Aufwandsentschädigigungen sei es ihm ganz wichtig gewesen, dass diese in eine ordentliche Höhe gebracht werden, so Strohmaier.

Europaweite Ausschreibung

Er ging auch auf den großen Aufwand ein, den man bei der europaweiten Ausschreibung des Löschfahrzeugs HLF 20 betreiben muss. Einen Modellbausatz hatte er für Gerätewart Christoph Ehrle mitgebracht. Um schmunzelnd anzumerken, dass die Wehr ihr Fahrzeug erst bekäme, wenn das Modell zusammengebaut sei. Die internen Ehrungen (s. Kasten) nahm der stellvertretende Kommandant Christoph Hess vor. Für Kommandant Markus Embritz gab es eine besondere Auszeichnung. Kreisbrandmeister Paul Sporrädle überbrachte ihm das Ehrenzeichen des Landkreises in Silber. Sporrädle sprach der Hergensweilerer Wehr ein großes Lob für den sehr guten Leistungsstand der Mannschaft aus. Der Neuravensburger Abteilungskommandant Daniel Schoch überbrachte Grüße der Kameraden aus der Nachbargemeinde.

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